So erklärt Yakin die Nomination von Bajrami
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Überraschung im Kader:So erklärt Yakin die Nomination von Bajrami

«Ein guter Junge, der von sich überzeugt ist»
So tickt Nati-Überraschung Adrian Bajrami

Nati-Trainer Murat Yakin überrascht mit der Nominierung von Adrian Bajrami für die Schweizer Nationalmannschaft. Der 23-jährige Innenverteidiger des FC Luzern wechselt von Albanien zur Schweiz und überzeugt Yakin mit seiner Persönlichkeit.
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FCL-Verteidiger Adrian Bajrami ist erstmals im Kader der Schweizer Nationalmannschaft.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Murat Yakin nominiert überraschend Adrian Bajrami für die Schweizer Nationalmannschaft
  • Bajrami wechselte von Albanien zur Schweiz und spielt für FC Luzern
  • 23-jähriger Innenverteidiger hat bereits 3 Spiele für Albaniens A-Nationalmannschaft absolviert

Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen, kaum Verletzte und viele Akteure, die sich schon früh in der Saison in Topform zeigen. Nie zuvor hatte Murat Yakin in seiner Zeit als Natitrainer so wenig Kopfschmerzen bei der Nomination seines Kaders im Herbst. Und doch beweist der 51-Jährige einmal mehr, dass bei ihm immer mit einer Überraschung zu rechnen ist. Neben dem von Blick bereits angekündigten Luca Jaquez (22) vom VfB Stuttgart nominiert Yakin zudem erstmals Adrian Bajrami (23), Innenverteidiger beim FC Luzern. «Mich freut es immer sehr, wenn ich so einen Anruf für ein erstes Aufgebot machen kann. Sie waren beide sehr glücklich, freuen sich und sind sehr stolz», sagt Yakin.

Die Nomination des 1,88 Meter grossen und in Langenthal geborenen Bajrami ist gleich auf mehreren Ebenen bemerkenswert. Zum einen ist bekannt, dass Yakin gerne Spieler nominiert, die sich auf internationalem Level bewiesen haben. Reine Super-League-Einsätze reichten da in den vergangenen Jahren nicht immer. Besonders mit seiner Persönlichkeit hat er beim Nati-Trainer gepunktet: «Er beweist bei Luzern schon in jungen Jahren, dass er wie ein Routinier Verantwortung übernimmt. Im Gespräch mit ihm war sehr auffällig, wie reif er ist für sein Alter.» Zudem sei er vielseitig einsetzbar, in der Innenverteidigung wie auch auf der linken Seite.

Überraschung und Absage in Albanien

Zum anderen ist Bajrami seit der U19 für die albanische Nationalmannschaft im Einsatz und hat auch bereits drei Spiele für die 1. Mannschaft auf dem Konto. Da es sich aber nur um Testspiele gehandelt hat, durfte der 23-Jährige die Nation noch wechseln. Nach den drei Nati-Absagen kann der SFV also auch endlich wieder mal positive Neuigkeiten an der Doppelbürger-Front vermelden. «Er war schon von sich aus sehr klar, dass er gerne für die Schweiz spielen möchte», erklärt Yakin. Schon Anfang September hatte er eine Einladung des albanischen Trainers Sylvinho ausgeschlagen, erst am Mittwochabend bekam der schweizerische Fussballverband dann aber grünes Licht der Fifa, dass Bajrami ab sofort mit dem Schweizerkreuz auflaufen kann.

In Albanien reagiert man durchaus überrascht über die Nomination der Schweiz angesichts der starken Konkurrenz. Zumal sich Bajrami bisher noch nicht auf höchstem Niveau durchsetzen konnte. Hört man sich rund um das albanische Team um, wird allerdings viel Positives erzählt: Er habe eine sehr gute spielerische Auslösung mit seinem linken Fuss, sei generell stark am Ball, auf und neben dem Platz sehr kommunikativ. «Ein guter Junge, der von sich überzeugt ist», heisst es.

Ausbildung bei Topklub Benfica Lissabon

Seine ersten Schritte im Fussball machte Bajrami beim FC Langenthal, dann ging es weiter in die U16 von YB. 2019 wechselte er zum grossen Benfica Lissabon nach Portugal und durchlief von da an sämtliche U-Mannschaften. 2024 wurde er Captain von Benfica B. «In Portugal habe ich dann die Art von Fussball entdeckt, die perfekt zu mir passt: hinten raus, kurze Pässe. Genau das, was ich liebe», erzählte Bajrami im Blick-Interview. In der ersten Mannschaft kam er in der abgelaufenen Saison zu überschaubaren sechs Einsätzen: im Cup zweimal Startelf plus ein Kurzeinsatz, ein Kurzeinsatz in der Liga und zwei Jokereinsätze an der Klub-WM. Im Sommer folgte dann die Leihe zum FC Luzern und die Rückkehr in die Schweiz.

Dort ist die Freude über die Bajrami-Nomination von Yakin sehr gross. Der FCL hat gerade erst am 24. September die fixe Übernahme von Bajrami verkündet mit einem Vertrag bis 2028. «Es macht uns stolz, dass er innerhalb dieser kurzen Zeit zum Nationalspieler geworden ist und nun hoffentlich das Debüt geben kann», sagt FCL-Coach Mario Frick kurze Zeit nach dem Bekanntwerden des Aufgebots für seinen Schützling. Er habe sich die Nomination verdient, und man dürfe nicht vergessen, dass er ohne Spielrhythmus von Benfica Lissabon in die Zentralschweiz gekommen sei. «Dass es jetzt so schnell gegangen ist, spricht für seine Arbeit und Entwicklung», so Frick.

Ob Bajrami wie auch Jaquez gegen Schweden oder Slowenien dann auch zu ihrem Debüt kommen werden, lässt sein Trainerkollege Yakin derweil noch offen: «Wir freuen uns, dass wir ihnen eine Chance bieten können, sich zu zeigen in der Trainingswoche, und werden sie genau beobachten.»

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Bosnien und Herzegowina
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