«Die Bilanz von Murat Yakin ist hervorragend»
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Blick-Kunz nach 4:0 in Vilnius:«Die Bilanz von Murat Yakin ist hervorragend»

Das meint Blick zum Schweizer Sieg in Litauen
Emotionales Facelifting tut dieser Nati gut

Die Schweizer Nati setzt sich mit 4:0 in Vilnius gegen Litauen durch. Es weht ein neuer Murat-Yakin-Wind durch die Nationalmannschaft, meint Blick-Fussballreporter Alain Kunz.
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Alain Kunz, Vilnius

Es weht ein neuer Wind in der Nationalmannschaft. Lachen und gute Laune sind Programm geworden. Ein emotionales Facelifting. Aber da wurde nicht gebotoxt. Da wurde von innen gereinigt. Detox statt Botox. Es ist der Murat-Yakin-Wind.

Natürlich ist es nicht so, dass unter Petkovic alles griesgrämig war und ein Regime wie zu DDR-Zeiten herrschte. So hätte man keinen EM-Viertelfinal erreicht. Aber die Atmosphäre war nie bedingungslos herzlich. Vieles wirkte bemüht. Und im Team hatte sich einiges abgenützt.

Äussere Zeichen für diesen neuen Geist sind die offenen Trainings und Autogramm- und Selfie-Happenings. Das ist allerdings keine Erfindung von Yakin. Das wollte Nati-Direktor Pierluigi Tami seit seinem Amtsantritt 2019 so. Einzig: Er blitzte ab.

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Yakin hat es in Rekordzeit geschafft, die Schweiz hinter sich zu scharen und die Skepsis verfliegen zu lassen, die zu Beginn herrschte. Da hiess es, man hole einen aus der Challenge League, der als gefallener Fussballengel statt im Olymp im Schaffhauser Park mit einem Möbeldiscounter als Namensgeber residierte.

So weit, so gut. Aber die ultimativen Härtetests warten erst noch auf Yakin. Der Punkt gegen Italien in Basel war gut, aber glücklich. Die Pflichtaufgaben wurden souverän erfüllt. Doch nun gehts nach Rom, wo es einen Exploit braucht, um sich auf Platz 1 zu hieven. Und wenn das nicht klappt, so wartet die WM-Barrage mit den zwei ganz heiklen Spielen. An denen wird Yakins neuer Geist gemessen werden. Bei einem Verpassen der WM könnte der Wind so schnell kehren, wie er umgeschlagen hatte. Yakins Zukunft wäre in Frage gestellt.

Doch zuerst freuen wir uns auf die Finalissima gegen die Azzurri am 12. November. Und zwar vorbehaltlos.

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