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Wirbel bei Interview nach Nordirland-Match:Unbekannter legt verdutztem Shaqiri UCK-Jacke um

Familie erstattet Strafanzeige
Genfer Stadion-Security soll Kind (11) brutal geohrfeigt haben

Bei Xherdan Shaqiri fehlt die Security – bei einem anderen Vorfall hingegen geht das Genfer Stadion-Sicherheitspersonal überhart vor. Das behauptet eine Familie in einem TV-Bericht.
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Genfer Sicherheitslücke: Ein Stadionbesucher legt Xherdan Shaqiri eine UCK-Jacke um die Schultern.
Foto: Screenshot SRF
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Ugo Curty

Wie sicher ist das Stade de Genève? Der Vorfall um die UCK-Jacke, die ein dahergelaufener Fussballfan unbehelligt Nati-Star Xherdan Shaqiri um die Schultern legen konnte, wirft Fragen auf.

Es ist allerdings nicht der erste fragwürdige Vorfall um die Security im Genfer Stadion. Beim UCK-Eklat greift sie nicht ein – bei einem anderen Zwischenfall greift sie offenbar überhart ein! Letzte Woche enthüllt der lokale TV-Sender «Léman Bleu» eine fragwürdige Episode beim Derby zwischen Servette und Lausanne (1:1) vor 16 Tagen.

Selfie mit Servette-Star hat Folgen

Ein 11-jähriger Junge betritt in der 79. Minute das Spielfeld. Das Kind sorgt für einen Spielunterbruch, um ein Selfie mit Servette-Stürmer Greyjohn Kyei zu machen. Danach ist der Bube schon wieder auf dem Weg zurück zu seinem Sitzplatz, als er von den Sicherheitskräften des Genfer Klubs festgenommen wird.

Nach Angaben seiner Familie gerät die Situation hinter der Tribüne des Stade de Genève ausser Kontrolle. «Léman Bleu» berichtet, dass eine Strafanzeige erstattet wurde.

«Plötzlich packte ein Mitglied des Sicherheitsteams von Servette das Kind am Ohr, führte es zur Toilette und ohrfeigte es dreimal mit grosser Gewalt», sagt Robert Assaël, der Anwalt der Familie des mutmasslichen Opfers.

Der Genfer Anwalt behauptet auch, dass der Junge vor mehreren Zeugen beleidigt und bedroht wurde. «Es war ein Fehler, er hätte nicht auf das Spielfeld gehen dürfen. Nichtsdestotrotz rechtfertigt nichts den Ausbruch grundloser Gewalt, der darauf folgte.»

Laut dem TV-Bericht konnte der Vater sein Kind erst zwei Stunden nach dem Betreten des Spielfelds im Stadion wieder abholen. Die Familie erhielt von Servette eine schriftliche Abmahnung.

Der Klub lehnte auf Anfrage von Blick eine Stellungnahme ab.

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Blick-Reporter Rieder zum UCK-Skandal:«Man kann nur hoffen, dass Shaqiri das schnell wegsteckt»
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