«Granit hat das Schicksal herausgefordert»
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Blick-Böni über Xhaka-Schock:«Granit hat das Schicksal herausgefordert»

Das meint Blick zum ungeimpften Nati-Captain
Fahrlässig und unnötig von Granit Xhaka

Granit Xhaka (28) fällt für das Testspiel gegen Griechenland aus. Er ist positiv auf Covid getestet worden. Als einziger Nati-Spieler, der weder geimpft noch genesen ist. «Schwer nachvollziehbar», schreibt Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport der Blick-Gruppe.
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Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport der Blick-Gruppe.
Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport

Als ob Murat Yakins Start nicht schon schwer genug wäre. Mit den Stammspielern Xherdan Shaqiri, Breel Embolo und Super-Joker Mario Gavranovic fallen drei Säulen aus. Nun hat Granit Xhaka mutmasslich Corona und droht in den kapitalen WM-Quali-Spielen gegen Europameister Italien und in Nordirland zu fehlen.

Dass es für Granit Xhaka nach einer Roten Karte mit Arsenal eine Woche zum Vergessen ist, ist die eine Seite. Die andere ist, dass er unverantwortlich gehandelt hat.

Denn so sehr Xhaka uns an der EM mit seiner Führung der Mannschaft begeistert hat, so schwer nachvollziehbar ist die Tatsache, dass er als Captain der Schweizer Nati, als Vorbild für viele, nicht geimpft ist.

Er hatte das Schicksal bereits herausgefordert, als er vor der EM ohne Maske beim Tätowierer war.

Klar, es gibt keine Impfpflicht, jeder Mensch fällt diesen Entscheid selber. Aber ganz grundsätzlich ist es fahrlässig, sich als Profifussballer nicht impfen zu lassen. Man reist viel, im Flugzeug, in Bussen, ist ständig in verschiedenen Menschengruppen unterwegs. Und wenn es einen erwischt, droht einer ganzen Mannschaft Quarantäne, was den Spielbetrieb gefährdet.

Besonders wird es den SFV fuchsen, dass die Öffentlichkeit den Impfwirbel rund um das BAG nach dem Xhaka-Vorfall nun noch in anderem Licht sieht. Weil der Verband mit seinem öffentlichen Impfaufruf für alle Fussballer ja durchaus auch etwas gegen die Pandemie macht.

Was bleibt vom Griechen-Test? Dass Murat Yakin taktisch sehr flexibel coacht. Dass er defensiv sicher besser werden will. Dass Zuber der gefährlichste Schweizer ist.

Aber vor allem, dass es eine massive Steigerung braucht, will man gegen Italien eine Chance haben.

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