Die makellose erste Schweizer Hälfte der Nations League hat Blerim Dzemaili beeindruckt. In der neusten Folge des Blick-Podcast «FORZA!» bringt vor allem ein Spieler den Nati-Experten ins Schwärmen. Dzemaili über...
... die Schweizer Nations-League-Auftritte
«Mit welcher Reife die Nati diese ersten drei Spiele angegangen ist, hat mich unglaublich beeindruckt. Dass wir den Gegner so dominieren, habe ich von unserer Nationalmannschaft selten gesehen. Natürlich sind Nordmazedonien, Schottland und Slowenien keine absoluten Top-Teams, trotzdem darf man diese souveränen Schweizer Auftritte nicht kleinreden. Vor allem, weil mit Granit Xhaka, Breel Embolo, Denis Zakaria und Ruben Vargas vier wichtige Stützen gefehlt haben. Die Spieler, die für sie in die Mannschaft gerutscht sind, haben ihre Chance genutzt und damit gezeigt, über welche Breite die Nati verfügt.»
... den Höhenflug von Manzambi
«Ich habe in den über 20 Jahren, in denen ich die Nati verfolge, noch nie einen solch kompletten Spieler gesehen. Vor der WM bin ich der Meinung gewesen, dass man ihn von der Bank bringen sollte. Jetzt ist er für mich nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Der Wechsel zu Aston Villa war genau der richtige Schritt für ihn. Aber einer wie Manzambi kann sich sowieso überall durchsetzen. Dafür ist er auch bodenständig genug und bringt die nötige Geduld mit. Ich finde ihn fast noch besser als vor seiner Verletzung, er hat auch physisch noch einmal zugelegt. Ich denke, er kann einer der grössten Schweizer Spieler aller Zeiten werden.»
... die Startelf gegen Nordmazedonien
«Ich würde im Vergleich zu den letzten Spielen nicht viel verändern und maximal drei Wechsel vornehmen. Hinten rechts könnte Sascha Britschgi eine Chance bekommen. Ganz vorne würde ich gerne Winsley Boteli für einmal von Beginn an sehen. Irgendwann muss man ihm mal eine Plattform geben. Das Spiel gegen Nordmazedonien wäre dafür optimal. Die Schweiz wird sehr viel Ballbesitz haben und darauf warten müssen, Lücken zu finden. Mit seinen körperlichen Voraussetzungen kann Boteli zwei Verteidiger binden, das hilft in einem solchen Spiel.»
... den Ronaldo-Eklat
«Ronaldo ist einer dieser Spieler, denen man immer 100 Prozent Respekt entgegenbringen muss. Darum überrascht es mich nicht, dass er durchdreht, weil ihn Trainer Jorge Jesus 90 Minuten auf der Bank sitzen liess. Er wird nicht einfach so zurücktreten, aber dieser Zwischenfall wird für alle Beteiligten Konsequenzen haben. Trotzdem muss ich auch sagen: Ronaldo war in den vergangenen Jahren auch ein Stück weit eine Last für die Nationalmannschaft geworden. Er muss irgendwann auch selber merken, dass es vorbei ist.»