Benito mit 31 zurück im Kader
«Die Spiele für die Nati bedeuten mir alles!»

Nach gut zwei Jahren ist Loris Benito zurück in der Nati – und das mit 31 Jahren. Das macht den YB-Abwehrspieler «extrem stolz».
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Loris Benito ist zurück in der Nati.
Foto: Offside via Getty Images
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Alain KunzReporter Fussball

Kuckuck. Loris Benito ist wieder da! Gut zwei Jahre nach seinem letzten Länderspiel, einem Fünf-Minuten-Einsatz beim 3:1-Sieg der Schweiz über die Türkei an der EM 2020, das er als absolutes Karriere-Highlight einstufte, steht der Aargauer wieder im Nati-Kader. Und das mit 31. Ein erstaunliches Comeback.

Denn Benito schafft es als neuer Spieler, gewissermassen. Damals war er als Linksverteidiger im Kader. Mittlerweile ist er aber zum Innenverteidiger mutiert. Bei YB hat er sich den Stammplatz auf dieser Position geholt.

Amenda in den Schatten gestellt

Er jagte ihn Aurèle Amenda (20) ab, dem Hochbegabten. Dem Mann, dem die Zukunft gehört. Für den schon Klubs aus ganz Europa sehr hohe Summen geboten haben, weshalb man glaubte, auch die Gegenwart würde ihm gehören. Aber Benito macht das derart gut, und zwar unbesehen von Vierer- oder Dreierabwehr, dass er im Moment nicht wegzudenken ist aus dem YB-Defensiv-Verbund. Und, ja. Er macht auch noch zwei Tore …

Der Spieler selber hat immer betont, dass er den Glauben an die Nati nie verloren habe. Dass die Rückkehr in diesen erlauchten Kreis einer seiner Hauptantriebe sei. Dass er dafür belächelt wurde, liegt in der Natur der Sache. Und an den erstaunlichen letzten Karrierejahren des ehemaligen Benfica-Lissabon-Spielers. In der Corona-Zeit gerät er bei Bordeaux 2021 aufs Abstellgleis.

«Persona non grata» in Bordeaux

Am Ende lassen sie ihn nicht mal mehr aufs Trainingsgelände. «Persona non grata», sagt er über die damalige Situation. Er löst den Vertrag von sich aus auf, weil ihn kein Klub will. So ist er frei. Nach einem halben Jahr zeigt Christian Constantin Erbarmen und gibt ihm einen Job. Es sei die beste von einigen Optionen gewesen, die er gehabt habe, sagte er damals. Wissend, dass Sion den Ruf eines Friedhofs für Nati-Spieler hat. Dennoch spricht er schon bei der Präsentation davon, auf den WM-Zug für Katar aufspringen zu wollen.

Daraus wird nichts. Aber ein halbes Jahr später holt ihn YB zurück, zahlt nicht ganz eine Million an den FC Sion. Und da mausert sich Benito zum Stammspieler. Letzte Saison noch hinten links. Ab dieser zentral. Und da ist er zum Beispiel in allen Champions-League-Spielen gesetzt, in den Playoffs und in der Gruppe.

Den Glauben nie verloren

Nun das erstaunliche Aufgebot, das Benito «extrem stolz» mache, sagt er zu «SRF»: «Ich habe in den zwei Jahren, in denen ich nicht dabei war, jeden Tag daran geglaubt, daran gearbeitet. Es bedeutet mir alles! Die schönsten Spiele in meiner Karriere waren jene für die Nati. Ich fühle mich unglaublich wohl in der Schweiz. lch bin hier geboren und aufgewachsen. Die Spiele für die Nati bedeuten mir alles.»

Würde man solch eine Lobesrede für Schweiz Tourismus auch von Ardon Jashari hören?

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Bosnien und Herzegowina
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