Darum gehts
- Uefa droht Italien mit EM-Verlust und Klubwettbewerb-Ausschluss
- Grund: CONI erwägt externen Kommissar für FIGC nach Ermittlungen in Mailand
- Italien wäre Co-Gastgeber der Euro 2032
Die Uefa droht Italien mit harten Konsequenzen: Das Land könnte seine Co-Gastgeberrolle für die EM 2032 verlieren. Zudem droht der Ausschluss italienischer Vereine aus europäischen Klubwettbewerben. Diese Warnung wurde in Gesprächen zwischen Uefa-Präsident Aleksander Ceferin und dem Präsidenten der Serie A, Ezio Simonelli, geäussert.
Hintergrund der Spannungen ist eine mögliche politische Einmischung in den italienischen Fussball. Wie die «Corriere della Sport» berichtet, erwägt das italienische olympische Komitee (CONI), einen externen Kommissar einzusetzen, um die Leitung des italienischen Verbands (FIGC) zu übernehmen.
Auslöser dafür sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mailand, die in den vergangenen Monaten den italienischen Fussball erschüttert haben. Es sollen Schiedsrichter beeinflusst und Entscheidungen des VAR manipuliert worden sein. Dabei wurden der Schiri-Boss Gianluca Rocchi und VAR-Leiter Andrea Gervasoni angeklagt.
Serie-A-Klubs droht Europacup-Ausschluss
Nun die Warnung von Uefa-Chef Ceferin. «Die Uefa hat die Serie A darüber informiert, dass im Falle einer politischen Einsetzung einer externen Verwaltung des Fussballverbandes die Ausrichtung der Europameisterschaft 2032 entzogen wird. Mehr noch – die Uefa ist sogar so weit gegangen, mit dem Ausschluss der italienischen Teams aus den Europapokalwettbewerben zu drohen», schreibt der «Corriere della Sport».
Damit droht Italien nach der dritten verpassten WM-Quali in Serie weiteres Fussball-Ungemach.
Dieser Artikel ist zuerst auf «Sportal.bg» erschienen. Die bulgarische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
