Darum gehts
- Al-Hilal verstärkt sich mit Top-Spielern, darunter Darwin Nunez für 53 Millionen
- Cristiano Ronaldo boykottiert Spiel wegen mangelnder Investitionen bei Al-Nassr
- Al-Ittihad fordert 25 Millionen Euro für unzufriedenen Benzema, Marktwert 6 Millionen
Kurz vor dem Ende des Winter-Transferfensters befinden sich noch einige Klubs und Spieler im Endspurt ihrer Verhandlungen. Auch einige Teams der Saudi Pro League mischen auf dem Markt kräftig mit. Dabei hilft der PIF (Public Investment Fund) in Saudi-Arabien, Ablösesummen für europäische Top-Spieler zu stemmen. Tabellenführer Al-Hilal ist in diesem Winter besonders aktiv und verpflichtet unter anderem Kader Meïté für 30 Millionen Euro.
Liga-Konkurrent Al-Nassr, Verein von Superstar Cristiano Ronaldo (40), ist derweil diesen Winter deutlich weniger aktiv. Bisher kam nur der irakische Mittelfeldspieler Haydeer Abdulkareem (21). Ronaldo soll deshalb laut diversen Saudi-Quellen das nächste Pflichtspiel gegen Al-Riyadh boykottieren und beklagt die mangelnden Investitionen seines Vereins.
Schon länger brodelt es bei Al-Nassr. Bereits Mitte Januar erklärte Trainer Jorge Jesus (71), dass sein aktueller Verein nicht die politische Macht von Al-Hilal habe. Jesus, der zuvor selbst bei Al-Hilal an der Seitenlinie stand, hätte für diese Aussage fast eine Suspendierung riskiert.
Al-Hilal giesst Öl ins Feuer
Die Transferaktivitäten von Al-Hilal sind offenbar noch nicht abgeschlossen. Am Sonntagabend berichteten diverse Medien, dass auch Karim Benzema (38) zum Tabellenführer stoßen könnte. Der französische Mittelstürmer sei bei Al-Ittihad unzufrieden, fühle sich betrogen und müsste nahezu gratis weiterspielen – zudem habe er seine Bildrechte verloren.
Al-Ittihad soll allerdings mindestens 25 Millionen Euro Ablöse für den Routinier fordern – eine Summe, die selbst für Saudi-Verhältnisse als utopisch gilt. Zum Vergleich: Der Rekord für einen über 36-jährigen Spieler liegt bei 17 Millionen Euro und wird von Cristiano Ronaldo gehalten.
Benzema und besonders Ronaldo gelten weiterhin als Aushängeschilder der Saudi Pro League, doch beide zeigen derzeit Unzufriedenheit mit ihrer Situation. Im Fall von Benzema beobachtet Juventus die Entwicklungen in Saudi-Arabien; laut «Sport Bild» prüfen die Turiner die Machbarkeit eines Deals.
