Darum gehts
- Oliver Baumann nicht im ersten Kader von Jürgen Klopp für den DFB
- Trotz fünf nominierter Torhüter bleibt der Ex-Stammkeeper überraschend unberücksichtigt
- 13 Länderspiele für Deutschland, zuletzt fast ein Jahr im Tor
Oliver Baumann (36) wusste bereits vor dem Bundesliga-Spiel am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart von seinem Aus beim DFB. Trotz eines XXL-Kaders (insgesamt wurden 44 Spieler aufgeboten) wurde der Hoffenheim-Kapitän für die erste Länderspielphase unter Jürgen Klopp (59) nicht mehr berücksichtigt.
«Die Entscheidung gefällt mir nicht, das ist klar», sagt Baumann nun am Donnerstagabend nach dem 0:2 der TSG bei OFI Kreta in der Europa League. Gleichzeitig betonte er, Klopps Entscheid akzeptieren zu müssen.
Es ist der nächste Tiefschlag für den Keeper, der insgesamt 13 Länderspiele für Deutschland absolviert hat – alle unter Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann (39). Bei Baumann sickert nun auch erstmals so richtig durch, wie ihm die vergangenen Wochen und Monate zugesetzt haben.
Unter Nagelsmann war Baumann im Sommer zunächst als Nummer eins für die WM in den USA, Mexiko und Kanada vorgesehen. Nach der Rückkehr von Manuel Neuer wurde der Hoffenheimer jedoch wieder ins zweite Glied versetzt. Baumann sagt: «Das im Sommer tat deutlich mehr weh. Das war unfassbar, wie das gelaufen ist. Ich wusste ja nicht, wo ich dran bin.»
Auf die Frage, ob er sich nicht ausreichend informiert gefühlt habe, antwortete er: «Nicht nur aus einer Richtung tatsächlich.» Was der Profi der TSG Hoffenheim damit meinte, blieb offen.
Auf Baumann wartet heisses Duell
Statt auf Baumann setzt Nagelsmann-Nachfolger Klopp in seinem ersten Aufgebot auf fünf andere Torhüter: Marc-André ter Stegen (34), Finn Dahmen (28), Alexander Nübel (29), Jonas Urbig (23) und Noah Atubolu (24).
Nach der peinlichen Pleite auf Kreta warten für Baumann und Hoffenheim heisse Spiele. Am Samstag gehts zu Aufsteiger Paderborn. Und nach der langen Länderspielpause, in der Baumann nur zuschauen darf, trifft der Keeper mit Hoffenheim in der Europa League ausgerechnet auf Besiktas Istanbul. Dort im Tor steht mit Alexander Nübel einer der nominierten DFB-Schlussmänner.

