Spielerinnen in Dusche gefilmt
Uefa sperrt Skandal-Trainer lebenslang

Die Uefa sperrt den ehemaligen tschechischen Fussballtrainer Petr Vlachovsky lebenslang. Er hatte Spielerinnen heimlich in Umkleidekabinen gefilmt. Nun soll die Fifa die Strafe weltweit durchsetzen.
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Der ehemalige Trainer des Frauenteams des FC Slovacko – hier in dieser Saison gegen Eintracht Frankfurt – wurde von der Uefa lebenslang gesperrt.
Foto: imago/Eibner

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Uefa sperrt Petr Vlachovsky lebenslang wegen heimlicher Videoaufnahmen von Spielerinnen
  • Der Tscheche filmte 14 Spielerinnen über einen Zeitraum von vier Jahren in der Umkleide
  • 2023 wurde Vlachovsky verhaftet und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt
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Blick Sportdesk

Die Uefa hat den ehemaligen tschechischen Fussballtrainer Petr Vlachovsky lebenslang gesperrt. Der 42-Jährige filmte heimlich Spielerinnen in den Umkleideräumen und Duschen. Der Entscheid des europäischen Fussballverbands wurde nach einer Untersuchung des Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkomitees (CEDB) am Dienstag bekannt gegeben.

Vlachovsky wurde für schuldig befunden, gegen die Vorschriften zu beleidigendem oder unsittlichem Verhalten verstossen und das Ansehen des Fussballs geschädigt zu haben. «Er ist lebenslang von jeglicher fussballbezogenen Tätigkeit ausgeschlossen», erklärte die Uefa.

Bereits 2023 war er in Tschechien zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden, da er über vier Jahre hinweg 14 Spielerinnen heimlich gefilmt hatte. Die Polizei entdeckte damals die Aufnahmen online und fand in seinem Besitz auch Material zu sexuellem Missbrauch von Kindern.

Opfer leidet unter Schlaflosigkeit

Vlachovsky trainierte fast 15 Jahre lang Frauen und Juniorinnen beim Erstligisten FC Slovacko. Die Spielerinnen erfuhren erst von den versteckten Aufnahmen, als ihr Trainer im September 2023 verhaftet wurde. Das jüngste seiner Opfer war gerade 17 Jahre alt. Die Videos erstellte er mit einer Kamera, die er in einem Rucksack versteckte.

Die Uefa hat die Fifa aufgefordert, die Sperre weltweit durchzusetzen, und den tschechischen Fussballverband angewiesen, Vlachovskys Trainerlizenz zu entziehen. Der globale Verband der Profifussballer Fifpro begrüsste die Entscheidung: «Dieses Ergebnis sendet eine starke und notwendige Botschaft, dass missbräuchliches und unangemessenes Verhalten im Fussball keinen Platz hat!»

Die Taten haben bei den betroffenen Spielerinnen tiefe Spuren hinterlassen. Gegenüber dem tschechischen Portal seznamzpravy.cz äusserte ein Opfer Anfang dieses Jahres, dass es seitdem unter Schlaflosigkeit und Ängsten in der Öffentlichkeit leide, aus Angst, erneut gefilmt zu werden. Pikant: Vlachovsky war einst Trainer der tschechischen U19-Frauen-Nationalmannschaft und wurde sogar zum besten Trainer im Frauenfussball des Landes gekürt. 

Dieser Artikel ist zuerst auf abola.pt erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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