Protest und Boykott
Ticket-Zoff in der Serie A – Milan reagiert

65 Euro für ein Auswärtsticket: Milan-Fans blieben dem Spiel bei Udinese fern, der Klub unterstützt den Protest. Wer seine Anhänger teuer zur Kasse bittet, soll im San Siro künftig ebenfalls mehr zahlen.
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Die Milan-Fans verzichten auf die Reise nach Udine.
Foto: IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Darum gehts

  • Milan-Fans boykottierten Udinese wegen 65-Euro-Tickets
  • Milan unterstützt den Protest und kritisiert die Preise
  • Der Klub droht mit Gegentarifen und will Mehreinnahmen spenden
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Blick Sportdesk

65 Euro (ungefähr 60 Franken) für ein Auswärtsticket – das ist den Fans des AC Milan zu viel. Aus Protest gegen die hohen Eintrittspreise boykottierten die Anhänger der Rossoneri am Sonntagabend das Serie-A-Spiel bei Udinese. Nun stellt sich auch der Klub hinter seine Fans und droht anderen Vereinen mit Konsequenzen.

Für die Partie des 8. Spieltags verlangte Udinese 65 Euro pro Ticket im Gästesektor. Das ist mehr als doppelt so viel wie die üblichen 30 Euro, die Gästefans im Bluenergy Stadium bezahlen.

Milan zeigt Verständnis für den Unmut seiner Anhänger. In einer offiziellen Mitteilung erklärt der Verein, man verstehe «die Frustration der Fans und unterstütze ihre Haltung voll und ganz». Schliesslich seien Auswärtsreisen ohnehin mit erheblichen Kosten verbunden.

Der Klub kritisiert die Preispolitik scharf: «Von denselben Fans überhöhte Preise für Auswärtsspiele zu verlangen, ist nicht nur unfair, sondern schadet auch dem Zusammenhalt der Liga.» Gerade in einer Zeit, in der die Serie A mit der Premier League und anderen europäischen Topligen konkurrieren müsse, seien solche Praktiken kontraproduktiv.

Milan droht mit höheren Ticketpreisen

Besonders brisant ist die angekündigte Reaktion der Mailänder. Milan erwägt, künftig nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit vorzugehen. Klubs, die von Milan-Fans überdurchschnittlich hohe Eintrittspreise verlangen, müssten damit rechnen, dass ihre eigenen Anhänger bei Auswärtsspielen im San Siro ebenfalls mehr bezahlen.

Allfällige Mehreinnahmen sollen allerdings nicht in die Klubkasse fliessen. Stattdessen will Milan das zusätzliche Geld an die Fondazione Milan spenden, die verschiedene gemeinnützige Projekte unterstützt.

Dieser Artikel ist zuerst auf abola.pt erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

Serie A 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
7
12
19
2
Lazio Rom
Lazio Rom
7
10
19
3
AS Rom
AS Rom
7
13
17
4
AC Mailand
AC Mailand
7
7
15
5
Como 1907
Como 1907
7
5
14
6
Frosinone Calcio
Frosinone Calcio
7
4
13
7
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
7
-1
13
8
Juventus Turin
Juventus Turin
7
1
11
9
SSC Neapel
SSC Neapel
7
3
10
10
FC Turin
FC Turin
7
1
10
11
Atalanta BC
Atalanta BC
7
-1
9
12
US Lecce
US Lecce
7
-3
9
13
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
7
-2
8
14
AC Monza
AC Monza
7
-2
7
15
Bologna FC
Bologna FC
7
-4
5
16
Udinese Calcio
Udinese Calcio
7
-7
4
17
Genua CFC
Genua CFC
7
-8
4
18
AC Florenz
AC Florenz
7
-9
4
19
Parma Calcio
Parma Calcio
7
-9
4
20
FC Venedig
FC Venedig
7
-10
3
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Abstieg
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