Rosenkrieg in Rom immer absurder
Zaniolo will weg, aber niemand will ihn

In Rom hat die Personalie Nicolò Zaniolo in den vergangenen Tagen für viel Aufregung gesorgt. Er wollte weg, doch niemand wollte ihn verpflichten. Und als es jemanden gab, weigerte er sich.
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Nicolò Zaniolo hat mit seinem Verhalten in Rom alle vergrault.
Foto: imago/LaPresse
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Sie haben sich geliebt: Nicolò Zaniolo (23) und die AS Roma. Doch von Amore ist nicht mehr viel zu spüren. Auslöser: das Pokalspiel gegen Genoa am 12. Januar. Zaniolo zeigt einmal mehr eine dürftige Leistung. Ein paar wenige Fans quittieren es bei seiner Auswechslung mit Pfiffen.

Es ist der Point of no Return. Am Tag danach macht Zaniolo dem Klub klar, dass er wegwill. Davon bekommt zunächst niemand etwas mit. Bis Mourinho Zaniolos Wechselgelüste öffentlich macht und preisgibt, dass sich der einstige Liebling der Fans weigert, bis auf Weiteres mit dem Roma-Trikot aufzulaufen.

Flucht vor den eigenen Fans

Unverständlich für die stolzen Roma-Fans. 15 Menschen fühlen sich derart gekränkt, dass sie sich vor sein Haus begeben und ihn bedrohen – bis er die Polizei verständigt. Ein No-Go. Zaniolo flüchtet daraufhin zu seinen Eltern nach La Spezia unweit seines Geburtsortes Massa.

Währenddessen buhlt Milan um Zaniolos Dienste. Die Roma will 30 Millionen Euro und keinen Cent weniger. Zu viel für die Rossoneri, nicht aber für Bournemouth. Doch Zaniolo lässt die Engländer abblitzen. Er sei zu gut für den Drittletzten der Premier League.

Weil sonst niemand Interesse zeigt, will er am Deadline Day das Angebot trotzdem annehmen. Doch die «Cherries» haben sich mittlerweile anders orientiert. Dumm gelaufen. Derweil denken die Manager der Roma über rechtliche und disziplinarische Massnahmen nach. Sicher ist: Zaniolo hat in Rom keine Zukunft.

Ist Zaniolo ein Mobbing-Opfer?

Der Flügelstürmer seinerseits soll ebenfalls rechtliche Schritte erwägen. Auf ihn sei psychischer Druck ausgeübt worden, heisst es. Am Mittwochabend reicht er den wütenden Fans und dem Klub in einem offenen Brief dann doch die Hand.

Viel helfen wird ihm das wohl nicht. Denn Klub und Fans scheinen nicht gewillt, ihm zu verzeihen. Und so ist Zaniolo – wie schon andere italienische Talente vor ihm – drauf und dran, seine Karriere an die Wand zu fahren. Denn seit seinen beiden Kreuzbandrissen ist er mehr mit seinem ausschweifenden Privatleben aufgefallen als mit seiner wuchtigen Art, Fussball zu spielen.

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Serie A 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
30
42
69
2
AC Mailand
AC Mailand
30
24
63
3
SSC Neapel
SSC Neapel
30
16
62
4
Como 1907
Como 1907
30
31
57
5
Juventus Turin
Juventus Turin
30
23
54
6
AS Rom
AS Rom
30
17
54
7
Atalanta BC
Atalanta BC
30
14
50
8
Lazio Rom
Lazio Rom
30
3
43
9
Bologna FC
Bologna FC
30
2
42
10
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
30
-4
39
11
Udinese Calcio
Udinese Calcio
30
-7
39
12
Parma Calcio
Parma Calcio
30
-17
34
13
Genua CFC
Genua CFC
30
-6
33
14
FC Turin
FC Turin
30
-19
33
15
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
30
-11
30
16
AC Florenz
AC Florenz
30
-9
29
17
US Cremonese
US Cremonese
30
-19
27
18
US Lecce
US Lecce
30
-19
27
19
Hellas Verona
Hellas Verona
30
-30
18
20
Pisa SC
Pisa SC
30
-31
18
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