Rätsel um den Torino-Verteidiger
Was ist bloss mit Nati-Star Rodriguez los?

Sein letzter Einsatz für Torino ist über einen Monat her. Nati-Stütze Ricardo Rodriguez (28) steht bei Torino plötzlich auf dem Abstellgleis.
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Ricardo Rodriguez hat bei Torino einen schweren Stand.
Foto: imago images/Gribaudi/ImagePhoto
Marco Pescio und Michael Wegmann

Rund drei Millionen Euro soll Torino im letzten August an Ligakonkurrent Milan überwiesen haben für die Dienste von Ricardo Rodriguez. Die Turiner haben investiert in einem Mann, der die knapp zweistündige Autofahrt von Mailand in die piemontesische Hauptstadt mit einem Koffer an geballter Erfahrung in Angriff nahm.

184 Pflichtspiele für Wolfsburg, fast hundert für Milan und knapp 50 für den FCZ. Dazu noch ein halbes Dutzend in der holländischen Eredivisie für PSV, wobei dieses Kapitel seiner Karriere mehr oder weniger der Pandemie zu Opfer gefallen ist.

Es ist Trainer Marco Giampaolo, der den Nati-Linksverteidiger letzten Sommer nach Turin lotst. Er, der schon bei Milan sein Coach war und grosse Stücke auf ihn hält. Rodriguez hätte unter ihm eine Stütze bei Serie-A-Klub werden sollen, wie er sie auch in der Nati darstellt.

Doch jetzt, sieben Monate später, ist alles anders. Torino kämpft gegen den Abstieg, Giampaolo ist seit Mitte Januar weg, wurde durch Davide Nicola ersetzt. Und Rodriguez? Der ist nach anfänglichen, regelmässigen Einsätzen als Stammkraft plötzlich aussen vor. Ausgerechnet im EM-Jahr! Sein letzter Auftritt in der Liga datiert vom 22. Januar, beim 2:2 gegen Benevento. Überhaupt hat er 2021 von total neun Serie-A-Partien erst deren drei bestritten.

Will Torino ihn schon wieder loswerden?

Was ist passiert mit dem 3-Millionen-Mann? «Er war eben ein Spieler von Giampaolo», hält Tuttosport-Reporter Andrea Pavan fest. Rodriguez sei einer der vielen Profis gewesen, die nach dem Trainerwechsel erstmal hinten anstehen mussten. Dazu kommt, dass den 28-Jährigen Anfang Februar auch noch eine Grippe flachlegt.

Nicht auszuschliessen ist zudem, dass der Verein mit dem neuen Chef an der Seitenlinie auf lange Sicht nicht mehr mit dem Schweizer plant. Trotz Investition im letzten Sommer? Ja, denn mit einem Verkauf von Rodriguez, der noch einen Vertrag bis 2024 besitzt, wären die Turiner einen Vielverdiener auf der Gehaltsliste los.

Pavan sieht die Situation von Rodriguez trotz allem gar nicht so aussichtslos: «Wenn er sich im Training aufdrängt, wird Nicola ihm wieder eine Chance geben. Denn er bringt etwas mit, das Torino ganz grundsätzlich fehlt…» Nämlich? «Torino schiesst praktisch nie Tore aus der Distanz. Das ist genau die Stärke von Ricardo.»

Ob sich Coach Nicola mal Videos von früheren Rodriguez-Freistosstoren für Wolfsburg oder Milan anschauen müsste? Pavan jedenfalls ist sich sicher: «Er wird wieder spielen – und Tore schiessen!»

Nur: Passieren wird das erst nach der Quarantäne, in der sich das Team seit Kurzem wegen einzelner Corona-Fälle befindet. Rodriguez ist laut BLICK-Informationen nicht unter den Positiven im Team.

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Serie A 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
35
51
82
2
SSC Neapel
SSC Neapel
35
19
70
3
AC Mailand
AC Mailand
35
19
67
4
Juventus Turin
Juventus Turin
35
28
65
5
AS Rom
AS Rom
35
23
64
6
Como 1907
Como 1907
35
31
62
7
Atalanta BC
Atalanta BC
35
15
55
8
Lazio Rom
Lazio Rom
35
5
51
9
Bologna FC
Bologna FC
35
1
49
10
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
35
-1
49
11
Udinese Calcio
Udinese Calcio
35
-3
47
12
Parma Calcio
Parma Calcio
35
-17
42
13
FC Turin
FC Turin
35
-19
41
14
Genua CFC
Genua CFC
35
-8
40
15
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
35
-13
37
16
AC Florenz
AC Florenz
35
-11
37
17
US Lecce
US Lecce
35
-23
32
18
US Cremonese
US Cremonese
35
-26
28
19
Hellas Verona
Hellas Verona
35
-33
20
20
Pisa SC
Pisa SC
35
-38
18
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