Darum gehts
- Thibaut Courtois erwägt, nach der WM 2026 aus der belgischen Nationalmannschaft zurückzutreten
- Er betont, die nächste Generation sei bereit, um den Staffelstab zu übernehmen
- Courtois, 34, spielt seit 2018 bei Real Madrid und gewann viele Titel
Thibaut Courtois, seit 2018 Goalie von Real Madrid, hat an einer Pressekonferenz angedeutet, dass seine Zeit in der belgischen Nationalmannschaft bald zu Ende gehen könnte. Der 34-jährige Torwart überlegt, nach dieser WM seine internationale Karriere zu beenden. «Ich weiss nicht, ob dies der richtige Zeitpunkt ist, darüber zu sprechen, aber die Chancen stehen höher, dass ich nicht weitermache. Ich bin 34 Jahre alt und muss an meinen Körper denken», erklärt Courtois im Trainingslager der belgischen Nationalmannschaft.
Die Überlegungen, die Nationalmannschaft zu verlassen, sind von seinem Wunsch geprägt, weiterhin auf höchstem Niveau spielen zu können. «Ich möchte noch viele Jahre auf höchstem Niveau spielen. Ich denke, es ist Zeit, den Staffelstab an die nächste Generation weiterzugeben. Sie sind bereit», betont er.
In einem Gespräch über seine Vergangenheit und Zukunft erinnert sich Courtois auch an seine Zusammenarbeit mit José Mourinho bei Chelsea zwischen 2013 und 2015. Unter der Leitung des portugiesischen Trainers gewannen sie gemeinsam die Premier League und den Ligapokal. «Mourinho ist ein sehr direkter Trainer – ich bin genauso. Unsere Beziehung war immer sehr gut», sagt er.
Dennoch gibt er zu, dass es gelegentlich Spannungen gab: «Wir hatten auch unsere kleinen Reibereien», fügt er lachend hinzu. Als Beispiel nennt er ein Spiel gegen Everton, bei dem Mourinho ihn auf die Bank setzte, weil er zuvor zwei Einwürfe gegen Aston Villa ins Aus gespielt hatte. «Das war seine Art, mich zu provozieren. In der Woche darauf war ich wieder im Tor und machte fünf oder sechs entscheidende Paraden gegen West Ham.»
Mit Blick auf seine Zukunft bei Real Madrid äussert Courtois den Wunsch, seine Karriere beim spanischen Rekordmeister zu beenden. «Wenn ich weiterhin so gut spiele wie bisher, wird die Vertragsverlängerung kein Problem sein. Aber Real Madrid ist ein Spitzenklub, und irgendwann müssen sie auch an einen Nachfolger denken», räumt er ein.
Dieser Artikel ist zuerst auf «abola.pt» erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.






