Darum gehts
- Tebas vergleicht Real Madrids TV-Kritik mit Nazi-Propaganda
- Auslöser sind Vorwürfe zu Referees, Vinicius und Spielplan
- Real nennt dies unerträglich und fordert Tebas' Rücktritt
Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund: Javier Tebas (64) legt die Diplomatie, die man von einem Chef einer europäischen Top-Liga erwarten könnte, komplett beiseite. «Das Management von Real Madrid dirigiert ein Orchester an Sprechern, mit Real Madrid TV an der Spitze. Das Programm ist immer dasselbe: Sie wählen Szenen, die ihnen passen, wiederholen Vorwürfe, schüren Misstrauen und beschuldigen ihre Gegner», schreibt Tebas auf X.
Dann greift er zum Zweihänder: «Diese Methode erinnert an die Propagandamechanismen von Goebbels, den Propagandaminister von Nazideutschland: systematische Wiederholung, Feindbildkonstruktion und Unterordnung der Fakten unter die Erzählung.» Rums! Das sitzt. Auch wenn Tebas klarstellt: «Der Vergleich bezieht sich auf diese Propagandatechniken, nicht auf eine Ideologie oder auf die Madridista-Fangemeinde.»
Doch wieso hat sich Tebas, der sich seit Jahren mit Real und insbesondere Präsident Florentino Pérez (79) im Clinch befindet, zu einer so krassen Aussage hinreissen lassen? Hintergrund sind zwei Artikel auf dem Newsportal «El Debate», welche die Schiedsrichter-Kritik von Real Madrid TV wiederholen. Real fühlte sich sowohl im Derby gegen Atlético (1:2) als auch zuletzt bei der Roten Karte und der Vier-Spiele-Sperre gegen Stürmer Vinicius Junior von den Unparteiischen benachteiligt. In den Medienberichten wird zudem der Liga vorgeworfen, die Königlichen beim Spielplan zu benachteiligen. Unterstellungen, die Liga-Boss Tebas mit seinem Nazi-Vergleich zurückweist.
Real fordert Tebas-Rücktritt
Real lässt die Attacke natürlich nicht auf sich sitzen und schiesst nur Stunden später zurück. «Real Madrid hält es für absolut unerträglich und ausserordentlich schwerwiegend, dass jemand in zwei leitenden Positionen im spanischen Fussball Vergleiche mit den Propagandamethoden des Nazi-Regimes anstellt, um unseren Verein, seine Führung und seinen Fernsehsender zu diskreditieren», schreibt Real in einem langen Statement.
«Seine Klarstellung, er beziehe sich nicht auf die NS-Ideologie, ändert nichts an der zutiefst beleidigenden, moralisch verwerflichen und institutionell unwürdigen Natur seiner Äusserungen.» Tebas lasse jegliche Form von Respekt, Neutralität und Integrität vermissen, so Real weiter. «Folglich fordert Real Madrid seinen sofortigen Rücktritt als Präsident von LaLiga und Vizepräsident des Königlich Spanischen Fussballverbandes.»
Die Aufforderung zum Rücktritt zeigt, dass die jüngste Episode im Zoff zwischen Tebas und Real kaum die letzte sein wird.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Barcelona | 8 | 27 | 24 | |
2 | Atletico Madrid | 8 | 10 | 19 | |
3 | Real Betis Balompie | 8 | 5 | 19 | |
4 | Real Madrid | 8 | 11 | 18 | |
5 | Sevilla FC | 8 | 1 | 14 | |
6 | Real Sociedad | 8 | -3 | 13 | |
7 | Deportivo Alaves | 8 | 4 | 11 | |
8 | RC Deportivo La Coruna | 8 | 1 | 10 | |
9 | RC Celta de Vigo | 8 | 2 | 8 | |
10 | Athletic Bilbao | 6 | 1 | 8 | |
11 | Villarreal CF | 8 | 0 | 8 | |
12 | RCD Espanyol Barcelona | 8 | 0 | 8 | |
13 | Rayo Vallecano | 7 | -5 | 8 | |
14 | Getafe CF | 8 | -6 | 8 | |
15 | Racing Santander | 8 | -10 | 8 | |
16 | CA Osasuna | 8 | -10 | 8 | |
17 | Levante UD | 7 | -4 | 6 | |
18 | Elche CF | 8 | -6 | 6 | |
19 | Valencia CF | 8 | -9 | 5 | |
20 | FC Malaga | 8 | -9 | 4 |