«Der Arbeiter ist kein Sklave»
Schwere Vorwürfe gegen Barcelona wegen Stadionumbaus

Seit Mittwoch sitzen Gewerkschaftsmitglieder vor dem Camp Nou in Barcelona. Grund: Vorwürfe zu unbezahlten Löhnen und Menschenrechtsverletzungen beim Stadionumbau. Sie fordern sofortiges Handeln gegen Arbeitsausbeutung.
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In Barcelona findet ein Protest gegen die schlechten Arbeitsbedingungen beim Stadionumbau statt.
Foto: Gian Andrea Achermann

Darum gehts

  • Seit Mittwoch Sitzstreik vor Camp Nou wegen Lohn- und Arbeitsausbeutung
  • Plakate werfen FC Barcelona und Baufirmen massive Ausbeutung vor
  • Gewerkschaft: Dutzende Wanderarbeiter betroffen, fordert sofortiges Eingreifen der Behörden
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Gian Andrea AchermannRedaktor Sport-Desk

Schwere Vorwürfe gegen den FC Barcelona. Seit dem vergangenen Mittwoch findet vor Barças Heimstätte – dem Camp Nou – ein Sitzstreik statt. Hintergrund sind Vorwürfe über unbezahlte Löhne, Menschenrechtsverletzungen und Arbeitsausbeutung.

Einem Bericht des Onlineportals Catalan News zufolge gehören die Streikenden der Gewerkschaft Comissions Obreres (CCOO) an. Wie Blick live miterlebt hat, sind sie auch beim Ligaspiel von Barça gegen Oviedo vor Ort und suchen gezielt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

«Wiederkehrendes Muster von Arbeitsausbeutung»

Auf einem der Transparente des Protests steht: «FCB = Arbeitsausbeutung, Arbeiter ohne Papiere!» – eine klare Botschaft an den Verein, der bereits im vergangenen November mit Vorwürfen konfrontiert war, illegale Arbeiter aus Palästina eingesetzt zu haben.

Den Hauptverantwortlichen sehen die Betroffenen jedoch nicht im Klub selbst, sondern in den beteiligten Bauunternehmen. «Limak – Ekstreme – Ramstar: Sie entlassen Arbeiter und zahlen keine Löhne – Schluss damit!», heisst es weiter auf dem Plakat.

Auch die CCOO findet dafür deutliche Worte: «Wir sehen uns mit einem wiederkehrenden Muster von Arbeitsausbeutung konfrontiert, von dem Dutzende Wanderarbeiter betroffen sind.»

Schwerwiegende und wiederholte Verstösse

Als Projektträger und Eigentümer sei der Verein dafür verantwortlich, dass der Stadionbau nicht auf Kosten von ausgebeuteten Arbeitern erfolge. Die Gewerkschaft fordert von der Arbeitsinspektion aufgrund schwerwiegender und wiederholter Verstösse sofortiges Handeln. Betroffen seien arbeitsrechtliche Vorschriften, Sozialversicherungsregelungen sowie Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards.

Zudem verlangt die Gewerkschaft ein sofortiges Eingreifen des Stadtrats von Barcelona. Für sie ist klar: «Der Arbeiter ist kein Sklave.»

LaLiga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Barcelona
FC Barcelona
21
35
52
2
Real Madrid
Real Madrid
21
28
51
3
Atletico Madrid
Atletico Madrid
21
21
44
4
Villarreal CF
Villarreal CF
20
16
41
5
RCD Espanyol Barcelona
RCD Espanyol Barcelona
21
0
34
6
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
21
7
32
7
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
21
6
32
8
Real Sociedad
Real Sociedad
21
0
27
9
CA Osasuna
CA Osasuna
21
-1
25
10
FC Girona
FC Girona
21
-14
25
11
Elche CF
Elche CF
21
0
24
12
Sevilla FC
Sevilla FC
21
-5
24
13
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
21
-10
24
14
Valencia CF
Valencia CF
21
-11
23
15
Deportivo Alaves
Deportivo Alaves
21
-8
22
16
Rayo Vallecano
Rayo Vallecano
21
-11
22
17
Getafe CF
Getafe CF
21
-11
22
18
RCD Mallorca
RCD Mallorca
21
-9
21
19
Levante UD
Levante UD
20
-10
17
20
Real Oviedo
Real Oviedo
21
-23
13
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Abstieg
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