Neuer Boss macht Abramowitsch vergessen
Chelsea startet unglaubliche Transfer-Offensive

Turbulente Zeiten bei Chelsea. Vor kurzem durften nicht einmal Trikots gedruckt werden, nun soll sogar Ronaldo an die Stamford Bridge kommen.
Publiziert: 08.07.2022 um 16:31 Uhr
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Aktualisiert: 08.07.2022 um 16:47 Uhr
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Der neue Chelsea-Boss Todd Boehly verhandelt bei Transfers persönlich.

Chelsea ist in diesem Transfersommer bisher die Wundertüte der Premier League. Englands Top-6-Klubs sind mächtig aktiv auf dem Transfermarkt. Nur in Westlondon bleibt es ruhig – doch das ändert sich nun.

Die Umstrukturierungen bei Chelsea sind erst gerade abgeschlossen. Bis Ende Juni durfte der Klub wegen den Sanktionen gegen Putin-Freund und Ex-Besitzer Abramowitsch nicht einmal Trikots verkaufen, die Zukunft des Klubs stand in den Sternen.

Ende Mai kommt dann die Wende. Ein Konsortium, mit dem Schweizer Hansjörg Wyss, angeführt durch den US-amerikanischen Unternehmer Todd Boehly, übernimmt den Klub für 5 Milliarden Pfund. Die Sanktionen werden aufgehoben.

Verunsicherung durch Exodus

Alles gut also? Nein, im Juni gibts einen Exodus in der Führungsetage. Abramowitschs ehemalige rechte Hand, Sportdirektorin Marina Granovskaia (47), verlässt den Klub wie auch Spieler-Legende Petr Cech (40). Fans ahnen Böses, doch Boehly bewahrt die Ruhe.

Der grosse Umbruch ist nun abgeschlossen. Der US-Amerikaner mit einem geschätzten Vermögen von 4,5 Milliarden USD kann sich nun auf den Transfermarkt konzentrieren. Boehly will mit einem neuen System die Ära Abramowitsch vergessen machen. Dabei will sich der neue Chelsea-Boss am Modell des Liga-Konkurrenten Liverpool orientieren und das Financial Fairplay soll ebenfalls eingehalten werden.

Sterling so gut wie fix

Boehly hat Trainer Tuchel 200 Millionen zur Neustrukturierung in Aussicht gestellt. Und plötzlich mischt Chelsea im Juli den Transfermarkt auf. Raheem Sterling (27) soll laut Transfer-Experte Fabrizio Romano vom direkten Konkurrenten Manchester City kommen. Zudem sollen auch De Ligt (22) von Juve, Raphinha (25) von Leeds und Ronaldo (37) von Manchester United auf dem Wunschzettel von Boehly stehen.

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Chelsea-Boss in Barcelona

Der neue Boss nimmt die Transfers selbst in die Hand, stellt sich telefonisch und persönlich bei Beratern und Klubs vor. Am Donnerstag weilte Boehly in Barcelona und besuchte mit Barça-Vertretern ein Restaurant. Grund für das Treffen war wohl Frenkie de Jong (25). Der Holländer wurde zuletzt immer wieder mit Manchester United in Verbindung gebracht, diese wollten aber die vorgeschriebenen 80 Millionen Euro nicht zahlen. Nun könnte Chelsea einspringen, denn Barça braucht das Geld.

Fans lieben Boehly

War die Verunsicherung nach dem Abgang von Granovskaia und Co. Ende Juni noch gross, wird Boehly unterdessen bei den Chelsea-Fans für seine Art gefeiert. Gut möglich, dass er Abramowitsch tatsächlich schnell vergessen machen kann. (jsl)

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