Hat uns die Verkäuferin im offiziellen Aston-Villa-Shop etwa angelogen? Ihr zufolge sollen sich die Trikots mit dem Aufdruck «Manzambi 44» wie warme Weggli verkaufen, direkt hinter denen des ewigen Captains John McGinn.
Doch als Blick an diesem Mittwochabend am Rand des Supercup-Spiels zwischen den Villans und PSG das «Witton Arms» betritt, ist kein Trikot mit dem Namen des Genfers zu sehen. Es gibt die Klassiker «McGinn», «Tielemans» oder «Kamara». Die sehr stolzen «Winners 26», in Anspielung auf den Sieg in der Europa League. Oder das originelle «Unai Emery», als Hommage an den spanischen Trainer. Aber die Nummer 44 war nirgends zu sehen.
Eine Verletzung, die keine Sorgen bereitet
Präsenter ist der Name dagegen bei den Fans aus Birmingham. Vor dem Pub «Witton Arms» freut sich Villa-Anhänger Matt. «Nach dem, was ich bei der Weltmeisterschaft gesehen habe, scheint er sehr gut zu sein.» Wie könnte man ihm da widersprechen, schliesslich hat Johan Manzambi diesen Sommer in Nordamerika für Furore gesorgt.
Der Genfer ist derzeit verletzt und war daher nicht mit nach Salzburg gereist, um dort den europäischen Supercup zu bestreiten. «Aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen», sagt Matt. «Wir haben ihn für unsere langfristigen Pläne verpflichtet, vor uns liegt eine ganze Saison mit vielen Spielen. Er wird sich perfekt einfügen.»
Übrigens konnten die Fans Manzambi nicht nur bei der Weltmeisterschaft in Aktion erleben. Im vergangenen Mai traf Aston Villa im Final der Europa League auf Freiburg (und besiegte die Breisgauer). «Er ist mir definitiv aufgefallen», erinnert sich Matt. «Manzambi war der einzige Spieler, der mir Sorgen bereitete. Wenn er bei uns das Gleiche leisten kann, sind wir in guten Händen.»
Man erwartet Tore von ihm
Es ist 19 Uhr in Birmingham, und der Anpfiff der Partie erfolgt in einer Stunde. Doch das «Witton Arms» ist bereits voll besetzt, vor allem der «Beer Garden» hinter dem Gebäude. Das Bier fliesst in Strömen. Eine junge Engländerin zeigt mit dem Finger auf unser Blick-Mikrofon. «Oh, ich dachte, das wäre die BBC», flüstert sie enttäuscht. Nur drei Buchstaben Unterschied.
Cam, der gerade mit ihr und ihren anderen Freundinnen etwas trinkt, ist bereit, unsere Fragen über den Genfer Manzambi zu beantworten. Auch er hat die Leistungen des neuen Nati-Stars an der WM diesen Sommer geschätzt. «Er ist gut am Ball und ist flink mit den Füssen», lobt er. Was erwartet sich Cam von Manzambi? «Tore», lacht er.
«So wertvoll wie eine Schweizer Uhr»
Die Spannung steigt langsam im Biergarten. Um an den Ruhm vergangener Tage zu erinnern, hat das Pub «Peter Withe» eingeladen – zusammen mit dem Champions-League-Pokal von 1982. Der englische Stürmer hatte das einzige Tor dieses Spiels erzielt, das mit 1:0 gegen den FC Bayern München gewonnen wurde. Die Begeistertsten konnten sich mit dem «Henkelpott» fotografieren lassen.
Matthew hingegen war nicht deswegen in die Bar gekommen. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn konnte man sich zu Recht fragen, ob er den Ball überhaupt auf der Grossbildleinwand sehen würde. Das Pint, das er in der Hand hielt, als er auf uns zukam, war zweifellos nicht das erste des Abends.
«Manzambi? Er wird für uns so wertvoll sein wie eine Schweizer Uhr und alle unsere Mechanismen zum Laufen bringen! Wir haben 52 Millionen für den besten Nachwuchsspieler Europas ausgegeben. Ihr werdet schon sehen, dieses Jahr wird Aston Villa alles gewinnen. Die Premier League, die Champions League … Wir wissen, was wir tun, und vertrauen unseren Verantwortlichen!» Hätte er nüchtern dieselbe Rede gehalten? Angesichts seiner Leidenschaft für die Villans ist die Wahrscheinlichkeit gross.
Aston Villa als Sieger mit Manzambi?
Ein paar Stunden später wurden seine Hoffnungen zunichtegemacht. PSG setzte sich im europäischen Supercup durch, und entgegen den Hoffnungen der englischen Fans begann die Saison nicht mit einem Titel.
Während die Aston-Villa-Anhänger anschliessend draussen zu den Klängen von «Don’t Look Back in Anger» und «Yes Sir, I Can Boogie» das Spiel noch einmal durchgingen, war sich ein anderer Fan, Daniel, sicher: Hätte Manzambi gespielt, hätte Aston Villa gewonnen. Das zeigt, unter welchem Druck der Genfer bereits steht, noch bevor er seine ersten Minuten im Claret-and-Blue-Trikot absolviert hat.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | AFC Bournemouth | 0 | 0 | 0 | |
1 | Arsenal FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Aston Villa | 0 | 0 | 0 | |
1 | Brentford FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Brighton & Hove Albion | 0 | 0 | 0 | |
1 | Chelsea FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Coventry City | 0 | 0 | 0 | |
1 | Crystal Palace | 0 | 0 | 0 | |
1 | Everton FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Fulham | 0 | 0 | 0 | |
1 | Hull City | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ipswich Town | 0 | 0 | 0 | |
1 | Leeds United | 0 | 0 | 0 | |
1 | Liverpool FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Manchester City | 0 | 0 | 0 | |
1 | Manchester United | 0 | 0 | 0 | |
1 | Newcastle United | 0 | 0 | 0 | |
1 | Nottingham Forest | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Sunderland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tottenham Hotspur | 0 | 0 | 0 |



