ManUtd im freien Fall – Trainer Amorim redet Klartext
«Wir müssen einfach irgendwie überleben»

Der einstige Liga-Dominator Manchester United strauchelt immer weiter. Der Klub nähert sich den Abstiegsplätzen – und der Neo-Trainer Ruben Amorim bemüht Durchhalteparolen.
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Die Fans von Manchester United haben derzeit einen schweren Stand.
Foto: keystone-sda.ch
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Andrea CattaniTagesleiter Sport

Der Boxing Day, also der traditionelle Spieltag in der Premier League am zweiten Weihnachtstag, war einst die Spezialdisziplin von Manchester United. Kein Team auf der Insel hat seine Spiele am 26. Dezember öfter gewonnen als die Red Devils. In den letzten 32 Jahren gewann United 21 Mal.

Doch von der Dominanz früherer Tage ist ManUtd mittlerweile weit entfernt. Statt um den Titel mitzuspielen, kämpft der englische Rekordmeister derzeit gegen den endgültigen Absturz in den Tabellenkeller. Der diesjährige Boxing Day markiert da einen neuen Tiefpunkt: Gegen die abstiegsgefährdeten Wolverhampton Wanderers setzte es am Donnerstag eine 0:2-Pleite ab. Die neu geholte Trainer-Hoffnung Ruben Amorim (39) vertröstet derweil die wütenden Fans.

«Die Idee braucht Zeit. Und wir sind noch weit davon entfernt, alles durchgestanden zu haben», sagt Amorim nach dem jüngsten Tiefschlag gegen die Wolves. Und er fügt vielsagend an: «Im Moment müssen wir einfach irgendwie überleben.»

In Portugal unbezwingbar, auf der Insel ohne Rezept

Es sind nicht die Worte, die sich der United-Anhang nach dem Engagement des portugiesischen Trainers vor sechs Wochen erhofft hatte. Damals war Amorim als regelrechter Heilsbringer von Sporting Lissabon losgeeist worden, wo er bis zu seinem Abgang 34 Ligaspiele in Serie ohne Niederlage geblieben war.

Den Absturz von ManUtd kann aber auch Amorim – zumindest vorerst – nicht aufhalten. Fünf Niederlagen resultierten aus den ersten zehn Spielen unter dem neuen Coach. Und der Spielplan kennt weiterhin keine Gnade mit dem strauchelnden Team. Schon am kommenden Montag sind Fabian Schär und Newcastle United (zuletzt vier Siege in Serie) zu Gast im Old Trafford. Dann folgt ein mit sieben Spielen vollgepackter Januar.

Ruben Amorim machte zuletzt wiederholt deutlich, dass er genau dort das grosse Problem von ManUtd verortet: Der Portugiese sehe gar keine Chance, seinem Team die eigene Spielidee vollständig zu vermitteln, weil der Kalender für die Premier-League-Teams kaum Zeit für vollständige Trainingseinheiten lässt.

Dass United im neuen Jahr weiterhin auch noch in der Europa League engagiert ist, wirkt deshalb in der aktuellen Situation wie bleierner Ballast. Und doch ist der Europacup auch in dieser Saison wieder das absolute Minimalziel. Amorim aber will als aktuell 14. in der Liga gar nicht so weit denken. «Wir haben so viele Probleme im Klub – auf dem Rasen und daneben. Wir sollten uns darum lieber einfach auf die anstehenden Spiele fokussieren.»

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Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
24
29
53
2
Manchester City
Manchester City
24
26
47
3
Aston Villa
Aston Villa
24
9
46
4
Manchester United
Manchester United
24
8
41
5
Chelsea FC
Chelsea FC
24
15
40
6
Liverpool FC
Liverpool FC
24
6
39
7
Brentford FC
Brentford FC
24
4
36
8
FC Sunderland
FC Sunderland
24
1
36
9
FC Fulham
FC Fulham
24
-1
34
10
Everton FC
Everton FC
24
-1
34
11
Newcastle United
Newcastle United
24
0
33
12
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
24
-3
33
13
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
24
2
31
14
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
24
2
29
15
Crystal Palace
Crystal Palace
24
-4
29
16
Leeds United
Leeds United
24
-11
26
17
Nottingham Forest
Nottingham Forest
24
-11
26
18
West Ham United
West Ham United
24
-19
20
19
Burnley FC
Burnley FC
24
-22
15
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
24
-30
8
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