Guardiola schwärmt von ihm
Spurs-Coach kann die Bayern zur Verzweiflung bringen

Ange Posteceoglou wechselte diesen Sommer von Celtic Glasgow zu Tottenham Hotspur in die Premier League. Einer der erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre darf sich jetzt auf der grössten Bühne im Fussball beweisen.
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Ange Postecoglou wurde Anfang Juni überraschend als neuer Tottenham-Trainer vorgestellt.
Foto: imago/PA Images
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Die Überraschung war gross, als Tottenham Ange Postecoglou (57) Anfang Juni als neuen Trainer vorstellte. Statt einem bekannten Namen wie Julian Nagelsmann (35) oder Roberto de Zerbi (44, Brighton) holten die Spurs einen Trainer, der noch nie in einer Topliga gearbeitet hat – und statteten ihn mit einem Vierjahresvertrag aus.

Einer, der diese Entscheidung befürwortet, ist Pep Guardiola. Der City-Coach zeigte sich nach Bekanntgabe überzeugt: «Es kommt ein aussergewöhnlicher Manager. Er wird einen unglaublichen Job machen.»

Aussergewöhnlicher Werdegang

Guardiola kennt Postecoglou seit vier Jahren. 2019 traf ManCity in einem Testspiel auf den japanischen Meister Yokohama, damals mit Postecoglu an der Seitenlinie. City gewann mit 3:1, die Spielweise des Gegners hinterliess beim Spanier aber einen bleibenden Eindruck. Guardiola schwärmt auch Jahre später von seinem Berufskollegen. Yokohama wird für Postecoglou, der davor als Klub- und später als Nationaltrainer in Australien (WM-Teilnahme 2014, Asien-Meister 2015) gearbeitet hat, zum Sprungbrett nach Europa.

2021 folgt der Wechsel zu Celtic Glasgow, wo der Australier mit griechischen Wurzeln in nur zwei Jahren Legendenstatus erreicht. Er holt fünf von sechs möglichen nationalen Titeln, führte Celtic zum achten Triple der Vereinshistorie. Bei Tottenham besteht die Hoffnung, dass Postecoglou auch bei seinem neuen Arbeitgeber Titel gewinnt. Auf einen solchen wartet der Traditionsklub aus Nordlondon seit 2008 (Ligapokal).

Überzeugt er Kane von Spurs-Verbleib?

Die Titellosigkeit ist auch der Hauptgrund, weshalb Klubikone Harry Kane seit Jahren als Wechselkandidat gehandelt wird. In diesem Sommer wird der Mittelstürmer von Bayern München gejagt. Ehrenpräsident Uli Hoeness ist gar überzeugt, dass Tottenham irgendwann einknicken wird, solange Kane den Transfer will.

Postecoglou lassen diese Aussagen kalt. «Er ist hier. Und solange er hier ist, setzt er sich voll für das ein, was wir tun. Was mich betrifft, so hat das null Einfluss auf mich. Wenn andere Klubs über Spieler sprechen wollen, die bei uns unter Vertrag stehen, ist das eher deren Problem als unseres», sagt er an einer Pressekonferenz vor einem Testspiel. In Gesprächen mit seinem Starspieler gehe es auch nicht um einen bevorstehenden Transfer. «Wir haben vor allem über den Verein gesprochen und darüber, wo er seiner Meinung nach steht und wo wir uns verbessern können.»

Ist das bloss kluger Poker, um die Ablösesumme für Kane auszureizen? Bayern jedenfalls wird sich zur Decke strecken, um den Stürmer zu verpflichten. Und die Verzweiflung wäre gross, würde der Deal noch scheitern, nachdem man sich mit dem Spieler einig scheint und fest mit der Verpflichtung rechnet. Kann Postecoglou seinen Starspieler von einem Verbleib überzeugen, würde dies den Bayern einen bösen Strich durch die Rechnung machen.

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Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
31
39
70
2
Manchester City
Manchester City
30
32
61
3
Manchester United
Manchester United
31
13
55
4
Aston Villa
Aston Villa
31
5
54
5
Liverpool FC
Liverpool FC
31
8
49
6
Chelsea FC
Chelsea FC
31
15
48
7
Brentford FC
Brentford FC
31
4
46
8
Everton FC
Everton FC
31
2
46
9
FC Fulham
FC Fulham
31
-1
44
10
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
31
4
43
11
FC Sunderland
FC Sunderland
31
-4
43
12
Newcastle United
Newcastle United
31
-1
42
13
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
31
-2
42
14
Crystal Palace
Crystal Palace
30
-2
39
15
Leeds United
Leeds United
31
-11
33
16
Nottingham Forest
Nottingham Forest
31
-12
32
17
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
31
-10
30
18
West Ham United
West Ham United
31
-21
29
19
Burnley FC
Burnley FC
31
-28
20
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
31
-30
17
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