Darum gehts
- Noah Okafor führt Leeds United zu historischem 2:1-Sieg gegen Manchester United
- Seit Yakins Besuch: vier Tore in vier Spielen, sieben Saisontore insgesamt
- Leeds investierte 20 Mio. Franken, Klassenerhalt fast sicher mit acht Punkten Vorsprung
45 Jahre hatten die Fans von Leeds United auf einen Auswärtssieg gegen Manchester United warten müssen. Dass diese Durststrecke ausgerechnet am vergangenen Montag zu Ende gegangen ist, hat vor allem mit Noah Okafor (25) zu tun. Der Nati-Stürmer erzielte beim 2:1-Coup im Old Trafford gleich beide Leeds-Treffer. Und lässt nur ein paar Tage später zu Hause gegen Wolverhampton den nächsten Gala-Auftritt folgen.
Beim 3:0-Sieg gegen das Tabellenschlusslicht liefert Okafor erst die Vorlage zum Fallrückzieher-Tor von Teamkollege James Justin. Kurz darauf verwertet er selbst ein traumhaftes Zuspiel von Brenden Aaronson. «Eine unglaubliche und unvergessliche Woche», fasst es Okafor gegenüber dem klubeigenen TV-Sender zusammen.
Inzwischen ist der Klub aus dem Norden Englands seit sechs Spielen ungeschlagen. Bei noch fünf ausstehenden Spielen beträgt das Polster auf einen Abstiegsplatz acht Punkte. Den Klassenerhalt hat der Aufsteiger damit praktisch in der Tasche. «Ich muss trotzdem weiter jeden Tag hart arbeiten. Dann werdet ihr noch mehr Spass an mir haben», verspricht Okafor.
Bei den Peacocks kommt der Baselbieter neben Sturmspitze Dominic Calvert-Lewin auf einer der beiden Halbstürmer-Positionen zum Einsatz. Dahinter setzt Trainer Daniel Farke (49) auf eine Viererkette im Mittelfeld und eine Abwehr mit drei zentralen Verteidigern. Das gleiche System also, das Nati-Coach Murat Yakin Ende März gegen Norwegen getestet hat.
Auch Leeds-Trainer lobt Entwicklung
Für den letzten Zusammenzug vor der WM hatte es Okafor zum ersten Mal seit fast eineinhalb Jahren wieder in das Schweizer Kader geschafft. Obwohl er aufgrund leichter Oberschenkelbeschwerden in den beiden Testspielen gegen Deutschland (3:4) und Norwegen (0:0) ohne Spielminute blieb, war das Aufgebot ein wichtiges Zeichen an die Adresse des Stürmers.
Aufgrund seines Verhaltens während der EM 2024 hatte Murat Yakin 16 Monate lang bewusst auf Okafor verzichtet. Anfang Jahr bereinigten die beiden ihre Differenzen bei einem Besuch des Nati-Coachs in Leeds. Den darauffolgenden Zusammenzug nutzte Okafor, um sich auch bei seinem Teamkollegen zu entschuldigen. «Er hat eine sehr positive Entwicklung durchgemacht», lobt Yakin.
Diese scheint man auch in Leeds festgestellt zu haben. Nachdem die englischen Medien Okafor im Herbst für seine mangelnde Defensivarbeit und schlechte Entscheidungsfindung kritisiert hatten, hielt Trainer Farke zuletzt fest, dass sich sein Spieler in beiden Bereichen stark verbessert habe.
Nachdem Okafor zwischenzeitlich fast vier Monate ohne Treffer geblieben war, scheint seit Yakins Besuch der Knoten geplatzt zu sein. Dank vier Toren in den letzten vier Spielen hat Okafor seine Ausbeute auf sieben Saisontore hochgeschraubt. Ein Treffer fehlt ihm noch, um die Bestmarke von Xherdan Shaqiri für die meisten Premier-League-Tore eines Schweizers in einer Saison einzustellen. Der FCB-Captain hatte 2017/2018 für Stoke City acht Mal getroffen.
Nur 36 Minuten für Napoli im Einsatz
«Ich fühle mich wirklich wohl hier und habe Selbstvertrauen», sagt Okafor über Leeds. Beim Traditionsklub setzt man voll auf den Angreifer, der in dieser Saison bereits mehr Einsatzminuten gesammelt hat als in den vergangenen zwei Spielzeiten bei Milan und Napoli zusammen. Vor allem die vergangene Rückrunde in Neapel wird Okafor nicht in guter Erinnerung behalten. Zwar durfte er sich am Saisonende über den Gewinn des italienischen Meistertitels freuen, wirklich viel konnte er zum Gewinn des Scudetto aber nicht beitragen. Nur gerade 36 Minuten kam er in der Serie A zum Einsatz.
Trotzdem überwies Leeds im Sommer fast 20 Millionen Franken an die AC Milan. Eine Investition, die sich nun aber auszuzahlen scheint. Mit ein Grund, warum es dem Angreifer auf der Insel derart gut läuft, ist der extrem physische Fussball. Okafor profitiert davon, dass er seit einiger Zeit mit einem persönlichen Coach Extraschichten im Kraftraum einlegt. Sein Fitnesszustand hat es ermöglicht, trotz der muskulären Probleme während der Länderspielpause in Leeds sofort wieder in die Startelf zurückzukehren.
Okafor selbst ist allerdings davon überzeugt, sein Leistungsmaximum noch lange nicht erreicht zu haben. «Ich weiss, was ich kann. Ich bin noch immer weit weg von meiner besten Leistung.» Steigt die Formkurve des Stürmers in den kommenden Wochen weiter an, darf er sich nicht nur Hoffnungen auf ein WM-Aufgebot machen. Womöglich könnte er sogar ein Kandidat für die Startelf am 13. Juni im ersten Gruppenspiel gegen Katar sein.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Arsenal FC | 33 | 37 | 70 | |
2 | Manchester City | 32 | 36 | 67 | |
3 | Manchester United | 33 | 13 | 58 | |
4 | Aston Villa | 33 | 6 | 58 | |
5 | Liverpool FC | 33 | 11 | 55 | |
6 | Chelsea FC | 33 | 11 | 48 | |
7 | Brentford FC | 33 | 4 | 48 | |
8 | AFC Bournemouth | 33 | 0 | 48 | |
9 | Brighton & Hove Albion | 33 | 6 | 47 | |
10 | Everton FC | 33 | 1 | 47 | |
11 | FC Sunderland | 33 | -4 | 46 | |
12 | FC Fulham | 33 | -3 | 45 | |
13 | Crystal Palace | 31 | -1 | 42 | |
14 | Newcastle United | 33 | -3 | 42 | |
15 | Leeds United | 33 | -7 | 39 | |
16 | Nottingham Forest | 33 | -9 | 36 | |
17 | West Ham United | 32 | -17 | 32 | |
18 | Tottenham Hotspur | 33 | -11 | 31 | |
19 | Burnley FC | 33 | -33 | 20 | |
20 | Wolverhampton Wanderers | 33 | -37 | 17 |

