«Da wusste ich, ich muss aufhören»
England-Legende spricht über autistischen Sohn

Paul Scholes tritt beruflich kürzer. Damit will er die Routine im Leben seines autistischen Sohnes wahren. In einem Podcast hat er nun darüber gesprochen.
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Paul Scholes gibt in einem Podcast einen emotionalen Einblick in sein Leben.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Paul Scholes spricht in einem Podcast über seinen autistischen Sohn
  • Aiden braucht feste Strukturen, um sich wohl zu fühlen
  • Damit er sich besser um ihn kümmern kann, tritt Scholes als Experte kürzer
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Fussball hat im Leben von England-Legende Paul Scholes (50) immer eine grosse Rolle gespielt. Der einzige Verein in seiner Karriere war Manchester United, mit ihm gewann er unter anderem elfmal den Meistertitel und zweimal die Champions League. Auch nach dem Rücktritt blieb er dem runden Leder treu – als Experte.

Doch nun hat sich Scholes zurückgezogen. Der Grund ist sein Sohn Aiden (20). Als Kleinkind wurde bei ihm eine schwere Form des Autismus diagnostiziert. Darüber gesprochen hat Scholes bisher kaum. In «Stick to Football», dem Podcast seines einstigen ManUtd-Teamkollegen Gary Neville (50), macht er eine Ausnahme. Und gewährt einen Einblick in sein Leben.

Aiden kann nicht sprechen und braucht feste Strukturen, um sich wohlzufühlen. Aber Scholes ist überzeugt, dass er «viel mehr versteht, als wir glauben. Er hat Laute, aber nur Menschen, die ihm sehr nahestehen, wissen, was er sagen will.» Die tägliche Betreuung teilt er sich mit seiner Ex-Frau Claire Froggatt, mit der er zwei weitere Kinder hat. Die beiden haben sich 2020 nach 27 gemeinsamen Jahren getrennt.

Routine aus Gleichgewicht gebracht

«Drei Nächte pro Woche ist er bei mir, drei bei Claire, freitags schläft er bei seiner Grossmutter», erklärt Scholes. Diese Aufteilung kollidierte allerdings mit seinem Experten-Job im TV. Das ist ihm letzte Saison bewusst geworden, als er für die Europa League im Einsatz stand – am Donnerstagabend, wenn er Aiden hätte bei sich haben sollen.

Das brachte dessen Routine aus dem Gleichgewicht. «Er wurde unruhig, hat gebissen und gekratzt, weil er sofort merkte, dass sein Rhythmus nicht stimmte», so Scholes. Und fügt an: «Da wusste ich, ich muss aufhören.»

Seither richtet er sich nach den Bedürfnissen seines Sohnes. Dienstags gehen sie gemeinsam schwimmen, weil Aiden das liebt. «Auf dem Heimweg holen wir dann Pizza», erzählt Scholes. Am Donnerstag gehen sie etwas essen und sonntags gibts im Supermarkt Schokolade für Aiden. «Er weiss nicht, welcher Tag es ist, aber er erkennt es an dem, was wir tun.»

Seine Tochter ist sehr stolz

Damit das so bleibt, arbeitet Scholes nur noch an Projekten, die zu Aidens Routine passen. Und beweist, was für ein liebevoller Vater er ist. Das sieht auch Alicia Scholes (24) so. «Ich kenne niemanden, der es mehr hasst, über sich selbst zu sprechen als du», schreibt sie auf Instagram. «Ich kann mir nur vorstellen, wie schwer es war, über Aiden und die Realität einer sehr, sehr schwierigen Situation zu sprechen.»

In ihrer Kindheit sei er immer für sie da gewesen – trotz vielen Opfern und harter Arbeit, die dafür nötig waren. «Und dennoch warst du jeden Morgen da, um mich zur Schule zu bringen», schreibt Alicia Scholes. Sie sei sehr stolz, seine Tochter zu sein. «Du bist das beste Vorbild, das ich mir vorstellen kann.»

Die Podcast-Folge bezeichnet sie als grossartig. Und fügt an: «Wenn es Aiden dir selbst sagen könnte, würde er sagen, dass du wirklich der beste Vater der Welt bist. Wir lieben dich millionenfach.»

Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
31
39
70
2
Manchester City
Manchester City
30
32
61
3
Manchester United
Manchester United
31
13
55
4
Aston Villa
Aston Villa
30
3
51
5
Liverpool FC
Liverpool FC
31
8
49
6
Chelsea FC
Chelsea FC
30
18
48
7
Brentford FC
Brentford FC
30
4
45
8
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
31
4
43
9
Everton FC
Everton FC
30
-1
43
10
Newcastle United
Newcastle United
30
0
42
11
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
31
-2
42
12
FC Fulham
FC Fulham
30
-3
41
13
FC Sunderland
FC Sunderland
30
-5
40
14
Crystal Palace
Crystal Palace
30
-2
39
15
Leeds United
Leeds United
30
-11
32
16
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
30
-7
30
17
Nottingham Forest
Nottingham Forest
30
-15
29
18
West Ham United
West Ham United
30
-19
29
19
Burnley FC
Burnley FC
30
-26
20
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
31
-30
17
Champions League
UEFA Europa League
Abstieg
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