Chelsea-Star bald bei Olympia?
Mudryk will nach Dopingsperre die Sportart wechseln

Mykhaylo Mudryk: Vom Fussballplatz zur Sprintbahn? Nach positivem Dopingtest und enttäuschender Premier-League-Bilanz erwägt der Chelsea-Star einen Sportartenwechsel. Ziel: Olympia 2028 als Sprinter für die Ukraine.
Kommentieren
1/6
Mykhaylo Mudryk könnte schon bald die Sportart wechseln.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Chelsea-Star Mykhaylo Mudryk nach positivem Dopingtest vorläufig gesperrt
  • Mudryk erwägt Wechsel zum ukrainischen Sprint-Team für Olympia 2028
  • Höchstgeschwindigkeit von 36,67 km/h in der Premier League erreicht
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Gian_Achermann_Praktikant Sport-Desk_Blick_2-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg
Gian Andrea AchermannRedaktor Sport-Desk

Nach einem positiven Dopingtest im November 2024 steht für Mykhaylo Mudryk (24) nicht mehr der Fussball im Fokus. Der Ukrainer zieht tatsächlich einen Sportartenwechsel zum ukrainischen Sprint-Team in Erwägung. Sein erklärtes Ziel: bei den Olympischen Spielen 2028 dabei sein.

Es ist wohl die Reaktion darauf, dass die Karriere bisher nicht in den erhofften Bahnen verlaufen ist.

Für knapp 100 Millionen Franken war der damals 22-jährige Mudryk 2023 von Schachtar Donezk zum FC Chelsea gewechselt. Damals wurde er als vielversprechendes Flügeltalent gehandelt, entsprechend viel liessen sich die Londoner den Wechsel kosten.

Allerdings kommt Mudryk in der Premier League nie so richtig auf Touren.

Vierjahressperre droht

Dann der Hammer in diesem Sommer: Aufgrund eines positiven Tests auf die leistungssteigernde Substanz Meldonium wird Mudryk für unbestimmte Zeit gesperrt. Eine bittere Pille für den Ukrainer, denn in 53 Premier-League-Spielen kommt er lediglich auf elf Torbeteiligungen. 

Noch vor Ende Jahr will der internationale Sportgerichtshof (CAS) eine endgültige Entscheidung über das Schicksal Mudryks bekanntgeben – dem 24-Jährigen droht eine Strafe von bis zu vier Jahren.

Wechsel der Sportart?

Jetzt offenbart sich im Fall Mudryk eine unerwartete Wende. Wie die spanische Zeitung «Marca» berichtet, soll der schnelle Flügelspieler bereits mit dem ukrainischen Sprint-Team trainieren, um sich optimal auf die Olympischen Spiele 2028 vorzubereiten.

Mudryk soll seinen Chelsea-Vertrag sogar bereits aufgelöst haben, um sich voll und ganz auf das Sprinten zu konzentrieren – eine offizielle Bestätigung gibt es dazu allerdings noch nicht.

Mudryk kann bereits sprinten

Der einzige Aspekt, mit dem sich Mudryk positiv während seiner Premier-League-Laufbahn beweisen kann, ist seine herausragende Geschwindigkeit. Mit 36,67 km/h zeigt er bei seinem Debüt einen eindrücklichen Antritt. 

Um an der Weltspitze mitzumischen, muss der Ukrainer aber noch ein Zacken zulegen. Zum Vergleich: US-Sprint-Star Noah Lyles weist bei den Olympischen Spielen 2024 eine Spitzengeschwindigkeit von 43,6 km/h auf. 

Ein Sportartenwechsel ist nichts Neues

Bereits vor Mudryk gab es diverse Sportler, die in ihrer Karriere die Sportart wechselten. Sie sind die drei Prominentesten:

Primoz Roglic (35)

Nach einem schweren Sturz beim Skifliegen in Planica wechselt der Skispring-Junioren-Weltmeister von 2007 zum Radsport. Dort wurde er Zeitfahr-Olympiasieger 2020, dreifacher Sieger der Spanien-Rundfahrt, Zweiter an der Tour de France sowie Dritter beim Giro d'Italia.

Ester Ledecka (30)

Olympia 2018 sind die Winterspiele der Ester Ledecka. Die ausgebildete Snowboarderin wechselt bereits 2016 auf die Skier, wo sie zunächst nicht sehr erfolgreich ist. 2018 gewinnt sie zwei Goldmedaillen in zwei verschiedenen Sportarten! Super-G im Ski und Parallel-Riesenslalom auf dem Snowboard.

Die Tschechin ist auch heute noch in den beiden Sportarten aktiv: Im Snowboard wurde sie Anfang 2025 zum zweiten Mal Weltmeisterin im Parallel-Riesen und zählt auch im Skizirkus immer wieder zu den Geheimfavoritinnen bei Grossanlässen – bei der WM-Abfahrt 2025 in Saalbach gewinnt sie Bronze.

Ivo Rüegg (54)

Kantonalrekord im Zehnkampf, Vorfahrer der Lauberhorn-Abfahrt und zehnfacher Schweizer Meister im Steinstossen. Und das ist nicht einmal der erfolgreiche Teil in Ivo Rüeggs Karriere. Parallel dazu war er im Bob-Sport tätig, wo er 2007 im Vierer und 2009 im Zweier Weltmeister wurde.

Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
26
32
57
2
Manchester City
Manchester City
26
30
53
3
Aston Villa
Aston Villa
26
10
50
4
Manchester United
Manchester United
26
10
45
5
Chelsea FC
Chelsea FC
26
17
44
6
Liverpool FC
Liverpool FC
26
6
42
7
Brentford FC
Brentford FC
26
5
40
8
Everton FC
Everton FC
26
-1
37
9
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
26
-2
37
10
Newcastle United
Newcastle United
26
0
36
11
FC Sunderland
FC Sunderland
26
-3
36
12
FC Fulham
FC Fulham
26
-5
34
13
Crystal Palace
Crystal Palace
26
-4
32
14
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
26
0
31
15
Leeds United
Leeds United
26
-9
30
16
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
26
-1
29
17
Nottingham Forest
Nottingham Forest
26
-13
27
18
West Ham United
West Ham United
26
-17
24
19
Burnley FC
Burnley FC
26
-23
18
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
26
-32
9
Champions League
UEFA Europa League
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen