217 Millionen futsch?
Zweitligist Southampton nach Spionage von Aufstiegsplayoffs verbannt

Skandal in England: Southampton wurde aus den Championship-Playoffs disqualifiziert, weil ein Analyst das Gegner-Training illegal gefilmt haben soll. Jetzt drohen Millionenverluste und ein Punktabzug.
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Skandal im Aufstiegsrennen in England.
Foto: imago/Focus Images
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Andri BäggliRedaktor Sport

Vergangenen Dienstag ist fast ganz Southampton im Ausnahmezustand gewesen. Die Südengländer schlugen im Rückspiel der Aufstiegs-Play-offs Middlesbrough mit 2:1 nach Verlängerung und standen im Final der Championship-Playoffs. Standen, weil Southampton eine Woche später von einer unabhängigen Disziplinarkommission kurzerhand disqualifiziert wurde – der Grund dafür ist kurios.

Middlesbrough hat bereits vor dem Hinspiel Protest bei der FA eingereicht, weil es zwei Tage vor der Begegnung Opfer einer Spionage von Southampton-Verantwortlichen gewesen sein sollen. So soll ein Analyst sich in einem Busch versteckt haben und das Training gefilmt haben. Spionage per se ist nicht verboten, allerdings darf diese nicht 72 Stunden vor einem Duell stattfinden. Das Training sei aber trotzdem durchgeführt worden – auch mit dem Gedanken, dass das in einem Forfait-Sieg resultieren könnte.

Viel Geld geht verloren

Wie englische Medien berichten, habe Southampton zugegeben, in der Vergangenheit mehrere Male diese Regeln gebrochen zu haben. Anstelle von Southampton trifft nun Middlesbrough am Samstag im Wembley-Stadion auf Hull. Allerdings haben die Saints bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Bis am Mittwochabend soll die Entscheidung endgültig fallen.

Sollte das Urteil aber bestehen bleiben, würde Southampton viel Geld durch die Lappen gehen. Mindestens 217 Millionen Franken würde laut der Beratungsgesellschaft Deloitte ein Aufstieg in die Premier League bringen. Ebenfalls bitter: Southampton würde mit vier Punkten weniger in die neue Saison starten.

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