Darum gehts
- Messi bestreitet in der Nacht auf den Mittwoch gegen Benin sein letztes Länderspiel.
- Er gewann mit Argentinien unter anderem die Copa 2021 und 2024 sowie die WM 2022.
- Nun wird er im Estadio Monumental in Buenos Aires verabschiedet.
Viele können sich Argentinien ohne «La Pulga» (der Floh) gar nicht mehr vorstellen. Und doch wird es in der Nacht zum Mittwoch bittere Wahrheit: Lionel Messi, Superstar, Spielmacher und achtfacher Ballon-D'Or-Gewinner begibt sich ein letztes Mal mit dem argentinischen Nationalteam auf den Rasen. Um 1 Uhr Schweizer Zeit tritt die Albiceleste im Stadion El Monumental in Buenos Aires gegen Benin an.
«Es war eine Entscheidung, die mir in der Seele wehgetan hat und immer noch wehtut, aber ich verstehe, dass es an der Zeit ist», so verkündete Messi am 31. August diesen Jahres seinen offiziellen Rücktritt aus dem Nationalteam.
Damit verlässt Argentiniens Topskorer und langjähriger Captain das Feld: nach 207 Länderspielen und sagenhaften 125 Toren. Was bleibt sind viele unvergessliche Momente:
Nach 40 Sekunden war das Debüt vorbei
Seine Länderspielkarriere begann der junge Argentinier 2004 in der U20-Nationalmannschaft der «Albiceleste». Als frischgebackener Junioren-Weltmeister feierte er nur ein Jahr später im Alter von 18 Jahren und 24 Tagen sein Debüt im A-Team Argentiniens. Was oft vergessen geht: Dieses währte nur kurz. Gerade mal 40 Sekunden nach seiner Einwechslung sah Messi wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Vom grossen Messi-Zauber war da noch nicht viel zu sehen.
Das erste Tor für Argentinien in ... der Schweiz
Wenige Monate nach seinem Debüt war Messi mit der Albiceleste für ein Testspiel gegen Kroatien in Basel zu Gast. Argentinien verlor die Partie zwar mit 2:3, Messi erzielte aber im Joggeli sein erstes von bisher 125 Toren für die Nationalmannschaft.
Der kurze Rücktritt
Nach der Frustration des verlorenen Finales und eines verschossenen Elfmeters der Copa América gegen Chile im Jahr 2016 verkündete der Stürmer seinen Rücktritt mit nur 29 Jahren aus der Nationalmannschaft. Dieser hielt jedoch nicht lange und nach einem Gespräch mit Coach Edgardo Bauzaur ruderte Messi 47 Tage nach seiner Entscheidung zurück. Die einzig richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Schon in nächsten Spiel gegen Uruguay schoss Messi seine Mannschaft zum Sieg.
Das Beginn von etwas Grossem
Kein Turnier prägte Messis Nationalmannschafts-Karriere so sehr wie die Copa América. Nach drei bitteren Finalniederlagen folgte 2021 im legendären Maracanã die Erlösung: Mit einem 1:0 gegen Erzrivale Brasilien holte Messi seinen ersten grossen Titel mit dem A-Team – als Torschützenkönig, bester Vorlagengeber und Spieler des Turniers.
Drei Jahre später folgte bei der Copa América 2024 mit der Titelverteidigung das nächste Ausrufezeichen. Mit 39 Einsätzen und 18 Vorlagen verabschiedet sich Messi als Rekordspieler und bester Vorbereiter in der Geschichte des Traditionsturniers.
WM 2022: Das letzte Puzzleteil zur Legende
Mit dem Triumph von Katar 2022 schloss sich für Lionel Messi der Kreis seiner aussergewöhnlichen Laufbahn. Im grossen Vergleich mit Diego Maradona, der anderen argentinischen Fussball-Legende, fehlte Messi stets die Weltmeister-Krönung. Das änderte sich in der Wüste von Katar. Es war nicht nur das sportliche Meisterstück seiner Karriere, sondern führte auch Argentinien nach 36 Jahren des Wartens zurück auf den Olymp des Weltfussballs.
Emotionaler letzter Auftritt
An der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada spielte Messi nochmals gross auf. Die Mission Titelverteidigung endet aber in Tränen nach der 0:1-Finalniederlage gegen Spanien in New York. Messis Worte danach: «Der Schmerz ist riesig. Es wird Zeit brauchen, bis diese Wunde verheilt». Trotz bitterem Ende spricht die WM-Bilanz jedoch ein weiteres Mal für sich. Messi reihte sich kurz nach Kylian Mbappé (zehn Tore) als Torschütze der WM mit acht Treffern ein.