Mega-Messi-Mania in Miami
«Die MLS ist eine schwierige Liga für Stars»

Von Neuzugang Lionel Messi werden bei Inter Miami Wunder erwartet. Ganz so einfach wird es für den Superstar in der MLS aber nicht, warnt FCZ-Teammanager José Gonçalves, der drei Jahre in den USA spielte.
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Messias in Miami: Lionel Messi ist der neue, ganz grosse Star in Amerika.
Foto: IMAGO/ZUMA Wire
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Das Stadion? Ausverkauft. Die Fans? Euphorisch. Dabei ist es erst die Präsentation von Neuzugang Lionel Messi (36), die am Sonntag im Drive-Pink-Stadium von Inter Miami die Massen toben lässt.

Mega-Messi-Mania in Miami. In der Nacht auf Samstag dürfte der Superstar im Leagues Cup nun erstmals in Amerika auflaufen. Der siebenfache Weltfussballer ist jetzt die ganz grosse Nummer in der MLS. Dass er Nati-Star und Chicago-Wirbelwind Xherdan Shaqiri (31) mit dessen umgerechnet 7,3 Millionen Franken als Topverdiener der Liga ablöst, ist logisch. Messi dürfte in Florida rund 45 Millionen Franken verdienen.

Doch die grosse Frage lautet: Was bringt Messi auf dem Platz? Vom Weltmeister werden Wunder erhofft. Denn Miami ist Schlusslicht in der Eastern Conference.

Einer, der weiss, was Messi in den USA erwartet, ist José Gonçalves (37). Der einstige Champions-League-Spieler von Thun und heutige FCZ-Teammanager spielte von 2014 bis 2017 für New England und verteidigte gegen die damaligen MLS-Stars wie Thierry Henry, Robbie Keane oder David Villa.

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«In der MLS gibt es keinen klaren Spielstil.»
José Gonçalves, FCZ-Teammanager
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Gonçalves warnt, dass Messi in den USA alles andere als ein gemütlicher Ausklang der Karriere erwartet. «Die MLS ist eine schwierige Liga für die Stars», sagt er zu Blick. Weil rustikal und überhart gespielt wird? «Nein, nicht wegen der Härte, aber in den USA hat sich noch kein klarer Spielstil entwickelt. Dennoch wird von den Starspielern sehr viel erwartet.»

Zum Beispiel spielen in Messis angestammter Liga in Spanien praktisch alle Teams sehr technisch, was dem Floh entgegenkommt. Oder die Premier League ist sehr physisch, mit vielen Zweikämpfen – wohl kein Zufall, dass der Argentinier nie auf der Insel gelandet ist.

Gonçalves: «Oder in Italien sind die Teams taktisch sehr stark. In der MLS fehlt eine solche Charakteristik der Liga, auch wenn grosse Fortschritte gemacht werden. Messi alleine wird nicht viel bewegen.» Eben auch, weil er sich von Spiel zu Spiel neu einstellen muss.

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«Messi braucht gute Mitspieler. Alleine kann er nichts bewegen.»
Ex-MLS-Spieler José Goncalves
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Der FCZ-Teammanager ist überzeugt, dass der Fussballstar alleine den Klub nicht zum Erfolg führen wird: «Messi braucht gute Mitspieler. Alleine kann er nichts bewegen.» Das scheinen die Miami-Bosse um David Beckham selbst zu berücksichtigen. Denn neben Sergio Busquets (35) sollen mit Jordi Alba (34) und Luis Suárez (36) weitere ehemalige Barcelona-Stars kommen.

Noch nie wurde ein Superstar MLS-Torschützenkönig

Gonçalves: «Wenn sie alle noch kommen, wird es für Messi einfacher. Er wird sicher einige Tore schiessen, die Qualität hat er. Aber auch er wird älter.»

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Noch nie wurde einer der alternden Superstars wie Henry, Villa oder Zlatan Ibrahimovic MLS-Torschützenkönig. Exemplarisch der beste Knipser 2022: der ziemlich unbekannte Deutsche Hany Mukhtar (28) von Nashville.

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