Mbappé verkündet seinen Abschied von Paris Saint-Germain
1:07
«Bin voller Emotionen»:Mbappé verkündet seinen Abschied von Paris Saint-Germain

Ultras waren eingeweiht, PSG-Boss Al-Khelaïfi nicht
So bizarr lief Mbappés Abschied bei PSG

Kylian Mbappé verlässt Paris Ende Saison. Vom Abschiedsvideo, das der Franzose am Freitagabend postete, wusste PSG-Besitzer Al-Khelaïfi bis zum Schluss nichts. Informiert waren hingegen die Pariser Ultras, mit denen Mbappé sogar noch Znacht ass.
Kommentieren
1/8
Kylian Mbappé winkt Tschüss.
Foto: AFP
Nicolas Horni
Nicolas HorniRedaktor Blick

Am Freitagabend wird offiziell, was sich bereits länger angebahnt hatte: Der französische Superstar Kylian Mbappé (25) verlässt Paris Saint-Germain nach dem Ende der laufenden Saison. «Es war mir eine Ehre, Spieler des grössten Klubs Frankreichs gewesen zu sein», sagt der Stürmer unter anderem in seiner fast vierminütigen Videobotschaft.

Wie die französische Sportzeitung «L'Équipe» nun berichtet, ist das veröffentlichte Video nur ein erster Schritt eines grösseren Plans, um auf die neue Saison hin in Madrid aufzulaufen. Teil davon: die Pariser Ultras. Am Freitagabend isst er mit einigen Mitgliedern des «Collectif Ultras Paris» noch Znacht, weiht sie in seinen bevorstehenden Abgang ein. Über das Treffen mit den Fans und vor allem die Abgangsankündigung nicht im Bild waren – bis auf eine Ausnahme – angeblich die PSG-Bosse, angeführt von Nasser Al-Khelaïfi (50).

Danksagungen an alle – ausser Al-Khelaïfi

Beim Klub scheint man deshalb immer noch gekränkt: Weder auf der Website, noch auf den Social-Media-Kanälen des Pariser Rekordmeisters gibt es einen Beitrag zum Abschied des Superstars. Überraschend, hat Mbappé in 306 Einsätzen doch immerhin 255 Tore erzielt und 108 Assists geliefert. Ein Beweis dafür, dass das Tischtuch zwischen Mbappé und PSG-Präsident Al-Khelaïfi längst zerschnitten ist.

Bereits seit Mitte Februar herrschte zwischen Mbappé und dem katarischen Geschäftsmann Eiszeit. Damals teilte der 77-fache französische Internationale Al-Khelaïfi mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wolle. Ein weiteres Beispiel für die schlechten Beziehungen in die Pariser Teppichetage: In seiner Videobotschaft nennt Mbappé alle möglichen Namen, bedankt sich bei allen Trainern und vielen Mitarbeitenden – nur zwei Namen fehlen: Al-Khelaïfi und Antero Henrique. Mit letztgenanntem zerstritt sich Mbappé bereits zuvor. Grund: Die Versprechungen, die der Portugiese, Leitender Assistent des Geschäftsführers Sport, Mbappé bei seiner Vertragsverlängerung im Jahr 2022 abgab, wurden nie wirklich eingehalten.

PSG will nun mehr Kollektiv und weniger Egoismus

In der Pariser Teppichetage kann man sich ein verbales Nachtreten dann auch nicht ganz verkneifen. Vielsagend heisst es dort: «Wir können nun eine junge, disziplinierte Mannschaft aufbauen. Mit weniger Ego und mehr auf das Kollektiv fokussiert. Was uns erwartet, ist weitaus positiver», zitiert «L'Équipe» eine interne PSG-Quelle. 

Während sich PSG also auf die Zeit nach Mbappé vorbereitet, freut sich Mbappé bereits auf seinen neuen Arbeitgeber. Und dieser wird Real Madrid heissen. Zwar nennt ihn Mbappé in seinem Video nicht namentlich, laut «L’Équipe» wurde das ab Sommer geltende Arbeitsverhältnis vertraglich aber bereits festgehalten. Zwar wird die zurzeit fehlende und letztlich entscheidende Unterschrift erst nach dem Champions-League-Final Anfang Juni gegeben, bereits ist aber klar: Mbappé wird ein Königlicher. Und dort – wie schon in Paris – der mit Abstand bestbezahlte Spieler sein.

Das sind die teuersten Transfers der Fussball-Geschichte
2:21
Für insgesamt 804,2 Millionen:Das sind die teuersten Transfers der Fussball-Geschichte
Ligue 1 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
27
38
63
2
RC Lens
RC Lens
28
27
59
3
Olympique Marseille
Olympique Marseille
29
20
52
4
OSC Lille
OSC Lille
28
11
50
5
FC Stade Rennes
FC Stade Rennes
29
8
50
6
AS Monaco
AS Monaco
29
7
49
7
Olympique Lyon
Olympique Lyon
28
12
48
8
RC Strasbourg Alsace
RC Strasbourg Alsace
28
12
43
9
FC Lorient
FC Lorient
28
-4
38
10
Toulouse FC
Toulouse FC
28
4
37
11
Stade Brestois 29
Stade Brestois 29
28
-6
36
12
Paris FC
Paris FC
29
-8
35
13
Angers SCO
Angers SCO
29
-14
33
14
Le Havre AC
Le Havre AC
28
-13
28
15
OGC Nizza
OGC Nizza
28
-22
27
16
AJ Auxerre
AJ Auxerre
29
-14
24
17
FC Nantes
FC Nantes
28
-21
19
18
FC Metz
FC Metz
29
-37
15
Champions League
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen