Forderung nach Fifa-Reform
Holland-Verband hat kein Vertrauen mehr in Infantino

Die holländische Fussballföderation entzieht Gianni Infantino das Vertrauen. Nach dem gescheiterten Investitionsplan fordert sie ab 2027 umfassende Reformen und mehr Transparenz bei der FIFA.
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Gianni Infantino steht weiter im Gegenwind.
Foto: IMAGO/ANP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Holländischer Verband entzieht Fifa-Chef Gianni Infantino das Vertrauen
  • Zudem wird eine Reform des Fussballverbandes gefordert
  • Nun sucht man Verbündete, um an Alternative zu arbeiten
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Blick Sportdesk

Die holländische Fussballföderation KNVB hat Fifa-Präsident Gianni Infantino das Vertrauen entzogen und fordert eine grundlegende Neuorientierung des Weltfussballverbands. In einem Statement vom Sonntag erklärte die KNVB: «Wir haben kein Vertrauen mehr in die Führung von Gianni Infantino. Die Fifa braucht ab 2027 nicht nur einen neuen Präsidenten, sondern auch eine neue Struktur.»

Der Auslöser für die öffentliche Kritik war Infantinos Investitionsplan «Fifa Forward Enterprise», der im Juli vorgestellt wurde. Dieser sah vor, die Vermarktungsrechte für die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen – ein Deal im Milliardenbereich. Doch nach massiven Protesten, unter anderem von der Uefa, zog der Präsident den Vorschlag zurück. Laut der KNVB bleibt jedoch «das verlorene Vertrauen unersetzt».

Die KNVB bemängelt, dass bei der Fifa «zu viel Macht beim Präsidenten konzentriert ist» und fordert eine stärkere Gewaltenteilung zwischen dem Präsidenten und der Verwaltung. Mehr Transparenz, unabhängige Kontrolle und Raum für Kritik seien essenziell, um den Verband zukunftsfähig zu machen. Auch Kinderrechte, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung müssten stärker in den Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.

Suche nach Verbündeten

Die Debatte um die Führung des Weltfussballverbands ist nicht neu. Bereits die Vergabe der WM 2022 an Katar sorgte für internationale Kritik – insbesondere wegen der Menschenrechtslage und der Arbeitsbedingungen für Migranten. Die KNVB sieht dies als weiteren Beleg für die Notwendigkeit eines Kurswechsels.

Auch auf dem europäischen Parkett regt sich Widerstand. Uefa-Chef Aleksander Čeferin hatte nach der Vorstellung des «Fifa Forward Enterprise»-Plans mit einem Boykott der WM gedroht. Zwar wurde diese Drohung inzwischen zurückgenommen, doch Gespräche über Protestmassnahmen und mögliche rechtliche Schritte gegen Infantino halten weiter an.

Die KNVB sucht nun internationale Verbündete, um gemeinsam an einer Alternative zu Infantino und seiner Führung zu arbeiten. Sie fordert zudem verstärkte Investitionen in den Jugendfussball und die Förderung des Frauenfussballs.

Dieser Artikel ist zuerst auf sportal.bg erschienen. Die bulgarische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

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