«Ich bin technisch halt nicht der Beste»
Mourinho sorgt in hitzigem Spitzenkampf für Kick-Eklat

José Mourinho fliegt beim 2:2 im Spitzenkampf gegen den FC Porto in der 89. Minute vom Platz. Der Benfica-Coach soll im Jubel einen Ball absichtlich auf die Porto-Bank gekickt haben. Mourinho hat dafür aber seine ganz eigenen Erklärung.
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Benfica-Trainer José Mourinho fliegt im Spitzenspiel gegen Porto vom Platz.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • José Mourinho erhält Rote Karte im dramatischen Spiel gegen FC Porto
  • Porto-Co-Trainer soll Mourinho wiederholt beleidigt haben, heftige Auseinandersetzung folgte
  • 89. Minute: Mourinho wegen angeblichem Ballwurf vom Schiedsrichter verwiesen
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Petar Djordjevic

Im Spitzenspiel der portugiesischen Liga trennen sich Leader Porto und Benfica Lissabon nach einem dramatischen Spiel 2:2 unentschieden. Für Schlagzeilen sorgt im Nachgang mal wieder Trainer-Ikone José Mourinho (63). Im Mittelpunkt stehen eine Rote Karte in der 89. Minute gegen den Benfica-Coach und ein hitziger Austausch mit dem Porto-Co-Trainer Lucho González (45). 

Mourinho wird kurz nach dem späten Ausgleichstreffer von Benficas Barreiro in der Schlussphase des Feldes verwiesen. Mourinho erklärt den Vorfall so: «Der Schiedsrichter sagte, er habe mich rausgeschmissen, weil ich einen Ball Richtung Porto-Bank gekickt hätte. Das ist komplett falsch. Oft schiesse ich nach unseren Toren den Ball auf die Tribüne, um einem Fan eine Freude zu machen. Ich weiss, dass ich technisch nicht der Beste bin, aber der Ball war definitiv für die Tribüne gedacht.»

Der portugiesische Startrainer spart danach auch nicht mit Kritik am Schiedsrichterteam: «Ich wurde vom Platz verwiesen, der vierte Offizielle hat während des Spiels schlechte Arbeit geleistet und machte damit weiter, als er dem Schiedsrichter sagte, dass ich einen Ball geschossen habe», betont Mourinho.

Attacke auf Mourinho wegen Benfica-Engagement

Für noch mehr Aufregung sorgte jedoch ein persönlicher Angriff. Der Benfica-Trainer berichtet, Lucho González habe ihn wiederholt als «Verräter» bezeichnet. «Er hat mich 50 Mal Verräter genannt. Ich würde gerne wissen, wovon ich ein Verräter sein soll. Ich war beim FC Porto, habe meine Seele für den Klub gegeben. Dann ging ich zu Chelsea, Inter, Real Madrid, und habe immer alles gegeben, 24 Stunden am Tag. Das nennt man Professionalität. Hat er den FC Porto verraten, als er zu Marseille gewechselt ist? Er hätte mich anders beleidigen können, das wäre vielleicht besser gewesen. Aber das ist ein Angriff auf meine Professionalität», erklärt Mourinho.

Die Situation eskaliert sogar bis in den Spielertunnel. Mourinho zeigt sich enttäuscht von der Haltung seines argentinischen Kollegen: «Etwas anderes sind Beleidigungen von Fans, das ist Fussball. Die gleichen Fans, die früher zu meinen Füssen lagen, als ich durch die Stadt spazierte. Aber von einem Kollegen? Er ist ein Profi wie ich, hat in seiner Karriere viele Trikots getragen. Warum Verräter? Weil ich alles für Benfica gebe? Wenn ich morgen zu einem anderen Klub wechseln würde, würde ich auch dort alles geben.»

Die Ereignisse rund um das Spiel werden in Portugal noch lange für hitzige Diskussionen sorgen. Mourinho bleibt, wie so oft in seiner Karriere, eine zentrale Figur – auf und abseits des Platzes.

Dieser Artikel ist zuerst auf «abola.pt» erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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