Für die portugiesische Nationalmannschaft läuft Cristiano Ronaldo (41) zumindest in den nächsten 30 Tagen nicht auf. Der fünffache Weltfussballer wurde für seinen Abreise-Eklat gesperrt und muss eine Mini-Mini-Mini-Mini-Busse von 255 Euro bezahlen. Während diese Ronaldo wohl zum Schmunzeln bringt, fällt die Abrechnung eines seiner ehemaligen Trainer um einiges härter aus.
In einem Interview mit «The Athletic» packt Ex-Manchester-United-Trainer Erik ten Hag (56) über seine Zeit bei den Red Devils aus und kritisiert CR7 dabei scharf. Der Holländer hat die Mannschaft damals im Sommer 2022 übernommen und stand bei ManUtd bis Oktober 2024 an der Seitenlinie. Ronaldo wechselte im Sommer 2021 von Juventus zu Manchester.
«Er hat die Mannschaft im Stich gelassen»
Der ehemalige Trainer der Red Devils reiste damals bereits vor seinem Amtsantritt nach Portugal, um sich mit seinem Offensiv-Star auszutauschen. Ten Hag offenbart, dass er bei seiner neuen Mannschaft von fehlender Disziplin ausging und Ronaldo mit diesem Gespräch in die Pflicht nehmen wollte. Doch es sollte ganz anders kommen.
«Er hat die Mannschaft im Stich gelassen, und er hat mich im Stich gelassen, denn wir hatten mit ihm geplant», sagt ten Hag. Demnach soll sich Ronaldo dem Training entzogen haben. In den Einheiten, an denen er teilnahm, habe der Portugiese die geforderten Ausdauer- sowie Herzfrequenzwerte verfehlt. Auch einen von ten Hag verhängten Straf-Lauf soll Ronaldo nicht vollständig absolviert haben.
Der Weltfussballer war nicht fit genug
Dazu sagt der Ex-ManU-Trainer: «Ich habe ihn darauf angesprochen. Ich habe oft zu ihm gesagt: ‹Ronnie, alle arbeiten für dich, um dich in die richtige Position zu bringen – aber wenn du es selbst nicht in den Strafraum schaffst, kannst du auch kein Tor erzielen.› Dazu war er nicht in der Lage.» Ten Hag erwartete von Ronaldo nicht, dass er sich beim Pressing verausgabt. «Das konnte er einfach nicht. Er ist weder mit noch ohne Ball gelaufen. Der Grund dafür war, dass er sich nicht entsprechend vorbereitet hatte.»
So soll der Portugiese gemäss ten Hag seine Teamkollegen dazu aufgerufen haben, ihre Beine bei den Trainingseinheiten zu schonen. Aber: «Ich verstehe das, wenn man topfit ist – dann kann man in den Trainingseinheiten schon mal die Beine schonen. Aber zunächst einmal muss man durch Training erst einmal das entsprechende Fitnessniveau erreichen», erklärt der Holländer.
In der Folge musste sich Ronaldo mit der Rolle als Reservist begnügen. Im Oktober verweigerte der Portugiese gegen Tottenham eine Einwechslung, was zur Suspendierung und schliesslich zur Vertragsauflösung führte.