Ex-Trainer kritisiert Ronaldo
«Er kann seit Jahren nicht mehr abliefern»

Bei Manchester United trainierte Erik ten Hag einst Cristiano Ronaldo. In dieser Zeit habe der Portugiese bereits schon länger nicht mehr auf Top-Niveau performt, blickt der Holländer nun in einem Interview zurück.
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«Er kann seit sieben, acht Jahren nicht mehr abliefern»: Erik ten Hag kritisiert Cristiano Ronaldo heftig.
Foto: keystone-sda.ch
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Blick Sportdesk

Es sind kritische Worte, die Erik ten Hag über Cristiano Ronaldo wählt. «Die Realität ist, dass er seit sieben, acht Jahren nicht mehr abliefern kann. Seit seiner Zeit bei Juventus ist es einfach vorbei», erzählt der ehemalige Trainer von Manchester United in einem Interview mit dem US-Sender ESPN über seinen einstigen Schützling.

Die knapp fünf Monate, in denen der langjährige Ajax-Trainer in Manchester mit dem Superstar zusammengearbeitet hat, verliefen in ten Hags Augen enttäuschend – tatsächlich erzielt der sonst so treffsichere Portugiese in dieser Zeit in 16 Spielen für ManUtd nur drei Tore.

«Konnte sich nicht mehr quälen»

Der Hauptgrund für diese mässigen Leistungen in ten Hags Augen: Ronaldo habe sich zu wenig ins Teamgefüge integrieren wollen. «Alle grossen Mannschaften müssen Platz für grosse Spieler machen. Aber der grosse Spieler muss auch Platz für die Mannschaft machen. Das war einfach das Problem mit Ronaldo», so ten Hag, der heute als Technischer Direktor beim holländischen Klub Twente Enschede arbeitet.

Dass sich Ronaldo physisch immer wieder ans Limit bringe, nennt ten Hag auch eher einen Mythos als die Realität: «Er konnte sich nicht mehr selbst quälen. Jeden Tag alles geben. In Form bleiben. Wenn du in der Premier League nicht in Topform bist, hast du keine Chance.»

Gleichzeitig hebt der Holländer auch die Verdienste des fünffachen Weltfussballers hervor: «Er hat dem Fussball so viel gegeben.» Diese Zeit liege aber schon länger zurück – bereits der Abgang von Real im Sommer 2018 sei ein Zeichen in diese Richtung gewesen: «Real Madrid weiss genau, wann ein Spieler an Qualität verliert, und trennt sich von ihm, wenn er für die Aussenwelt noch auf dem Höhepunkt zu sein scheint.»

Dieser Artikel ist zuerst auf abola.pt erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

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