Zürcher seit Union-Aus joblos
Fischer ist Topkandidat bei Bundesliga-Klub

Am Sonntagabend wurde bekannt, dass der ehemalige St.-Gallen-Trainer Peter Zeidler beim Bundesligist Bochum nach vier Monaten wieder gehen muss. Ein Schweizer ist gemäss Blick-Informationen ein heisser Kandidat auf die Zeidler-Nachfolge.
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Beim VfL Bochum läuft es überhaupt nicht: Ein Punkt aus sieben Bundesligaspielen sowie das Aus im DFB-Pokal.
Foto: imago/foto2press
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Tobias WedermannFussballchef

«Ich freue mich darüber, dass ich hier bin, beim VfL Bochum, und freue mich auf die Bundesliga», sagte Peter Zeidler (62) Anfang Juni nach seinem Wechsel vom FC St. Gallen zum VfL Bochum. Über vier Monate nach seinem Amtsantritt ist seine Zeit auf dieser Trainerbank bereits wieder vorbei. Mit nur einem Punkt aus den ersten zehn Spielen liegen die Bochumer auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga. Zeidler konnte mit seinem Team keinen einzigen Pflichtspielsieg feiern – auch nicht im Pokal, wo man gegen Zweitligist Jahn Regensburg verloren hatte. Sportdirektor Marc Lettau muss den Klub ebenfalls verlassen.

Auf Ilja Kaenzig, den Schweizer Geschäftsführer des VfL Bochum, wartet viel Arbeit. Und auf den neuen Trainer ein Mammutprogramm. Mit Bayern München, Eintracht Frankfurt, Meister Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart hat man in den kommenden vier Spieltagen lediglich Hochkaräter vor der Brust. Wer dieser neue Trainer sein könnte, da führt die Spur in die Schweiz. Gemäss Blick-Informationen ist Urs Fischer (58) der Topkandidat bei den Bochumern. Erste Sondierungsgespräche soll es bereits gegeben haben – mehr aber auch nicht.

Schweizer Assistent Ural übernimmt «bis auf Weiteres»

Für den 58-Jährigen wäre es nach Union Berlin die zweite Haltestelle in der Bundesliga. In der deutschen Hauptstadt führte Urs Fischer den Klub während fünf Jahren von der 2. Bundesliga in die Champions League, bis die Zusammenarbeit im November vergangenen Jahres beendet wurde. Zuletzt wurde Fischer immer wieder mit Klubs in Verbindung gebracht – beispielsweise beim VfL Wolfsburg nach der Entlassung von Niko Kovac oder zuletzt beim Schweizer Meister YB. Auch bei Bochum war Fischer bereits im Frühling ein heisser Kandidat, als man sich damals im Abstiegskampf von Thomas Letsch trennte. Im zweiten Versuch könnte es nun klappen mit dem Schweizer.

Klar ist: Schon jetzt und «bis auf Weiteres» wird der Klub von einem Schweizer (mit-)trainiert. Der Schweizer Murat Ural, der als Assistent von Peter Zeidler in diesem Sommer in den Ruhrpott gewechselt war, darf sich nach dem missglückten Co-Trainer-Versuch beim FCZ nun nochmals in dieser Rolle üben. Zusammen mit dem anderen Assistenten Benjamin Feldhoff (seit 2023 in Bochum) amtet er fortan als Cheftrainer abstiegsbedrohten Bundesligisten. Das gab der Klub am Montagnachmittag bekannt. Kurz darauf leitete das Duo bereits die erste Trainingseinheit.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
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