Zu den hohen Trainer-Ablösen
Eine kleine Revolution – eine erfreuliche Entwicklung

Bisher waren sie meist die Prügelknaben. Jetzt sind sie plötzlich die Stars. Für Fussballtrainer werden Millionenablösen bezahlt. Ein gutes Signal, findet Blick-Reporter Felix Bingesser.
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Felix Bingesser

Stellen Sie sich vor, Sie verdienen ein Mehrfaches ihres Chefs. Ihre Arbeit wird mit einem Millionengehalt entschädigt. Währenddem Ihr Boss einen Bruchteil davon auf sein Konto überwiesen bekommt. Trotzdem sagt Ihr Chef, wo es langgeht. Er gibt die Anweisungen und trägt die Verantwortung.

In der Privatwirtschaft ist ein solches Szenario undenkbar. So etwas gibt es nur in der Unterhaltungs- und Showbranche. Ein Starmoderator verdient mehr als der Fernsehdirektor. Oder ein begnadeter Opernsänger mehr als der Opernhausdirektor. Und weit verbreitet ist ein solches Lohngefüge im Sport. Vor allem im Fussball.

Die Gehälter der Starspieler sind explodiert. Die Stellung der Trainer ist gesunken. Lieber wechselt man den Trainer, als dass man seine Superstars vergrault. Der Trainer verliert an Autorität. Die Spieler werden immer mächtiger, der Trainer immer ohnmächtiger.

Derzeit sorgen aber die Trainer für die grossen Schlagzeilen. Millionenablösen werden bezahlt, Millionengehälter dürften die Umworbenen dazu erhalten. Eine kleine Revolution. Bis anhin war es für einen Trainer eine Erfolgsmeldung, wenn er bis zum Ende seiner vertraglichen Laufzeit arbeiten durfte. Mehr als Zweijahresverträge gab es sowieso nicht.

Auch in der Schweizer Super League scheint ein Umdenken stattzufinden. Denn obwohl viele Klubs von Abstiegsängsten geplagt sind, bleibt es an der Trainerfront erstaunlich ruhig.

Die gute Arbeit von Alain Geiger, von Fabio Celestini, von Giorgio Contini, von Peter Zeidler, von Maurizio Jacobacci oder von Mario Frick wird offenbar wertgeschätzt. Trotz zwischenzeitlichen Abstiegsängsten. Ein Fünfjahresvertrag, wie ihn Zeidler in St. Gallen hat, wäre vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Noch vor zwei Jahren betrug die durchschnittliche Amtszeit eines Super-League-Trainers neun (!) Monate.

Die neue Macht der Trainer. Ist das mehr als ein Trend und eine Momentaufnahme? Wenn ja, wäre das eine erfreuliche Entwicklung.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
25
68
66
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
25
27
55
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
25
20
49
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
25
16
47
5
RB Leipzig
RB Leipzig
25
14
47
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
25
16
44
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
25
-1
35
8
SC Freiburg
SC Freiburg
25
-5
34
9
FC Augsburg
FC Augsburg
25
-12
31
10
Hamburger SV
Hamburger SV
25
-8
29
11
Union Berlin
Union Berlin
25
-12
28
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
25
-15
25
13
Werder Bremen
Werder Bremen
25
-16
25
14
1. FC Köln
1. FC Köln
25
-9
24
15
FSV Mainz
FSV Mainz
25
-12
24
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
25
-17
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
25
-21
20
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
25
-33
14
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