Watzke knapp gewählt
Klarer Denkzettel und Fan-Appell für neuen BVB-Präsidenten

Hans-Joachim Watzke wurde zum neuen Vereinspräsidenten von Borussia Dortmund gewählt. Der langjährige Geschäftsführer erhielt trotz fehlender Gegenkandidaten nur eine knappe Mehrheit von 59 Prozent der Stimmen.
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Hans-Joachim Watzke ist neuer Präsident von Borussia Dortmund.
Foto: imago/Revierfoto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hans-Joachim Watzke zum Präsidenten von Borussia Dortmund gewählt
  • Watzke verspricht lückenlose Aufklärung eines kürzlich bekannt gewordenen Missbrauchsfalls
  • Nur 59 Prozent der 4244 Stimmberechtigten wählten Watzke zum neuen Präsidenten
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AFPAgence France Presse

Nach mehr als 20 Jahren als Chef der Profi-Abteilung ist Hans-Joachim Watzke beim Fussball-Bundesligisten Borussia Dortmund ins Amt des Vereinspräsidenten gewechselt. Der 66-Jährige, der den Traditionsklub vor der drohenden Insolvenz gerettet und mit zwei Meistertiteln und drei Pokalsiegen zur deutschen Nummer zwei gemacht hatte, wurde am Sonntag auf der Mitgliederversammlung ohne Gegenkandidat gewählt, allerdings nur mit einer knappen Mehrheit. Lediglich 59 Prozent der 4244 Stimmberechtigten votierten für ihn – ein Denkzettel.

«Ich war den Aktionären verpflichtet und musste sehen, dass der Laden lief», sagt Watzke, «künftig muss ich weniger Entscheidungen treffen, aber mehr moderieren. Ich möchte ein Präsident für alle sein.»

Angespanntes Verhältnis zu Vorgänger Lunow

Seine Aufgaben als Geschäftsführer gibt Watzke an Lars Ricken ab. Beim Blick zurück verspürt er «viel Wehmut», verweist auf eine sportlich erfolgreiche Zeit, in der der Klub «immer titelfähig» gewesen sei. Zudem habe er sein wirtschaftliches Ziel erreicht: «Keine Schulden für sportlichen Erfolg.»

Als Vereinschef folgt der Multifunktionär, gleichzeitig ist er auch Aufsichtsratschef der Deutschen Fussball Liga (DEL) und Vizepräsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), auf Reinhold Lunow. Der Mediziner hatte ursprünglich gegen ihn antreten wollen, zog im August nach einer öffentlichen Auseinandersetzung aber seine Kandidatur zurück.

Klarer Fan-Appell an Watzke

Kritik am schmutzigen Wahlkampf, aber auch am Umgang mit einem Missbrauchsfall, der vor wenigen Tagen öffentlich geworden ist, kommt aus der Fanabteilung. Deren Vorsitzender Tobias Westerfellhaus spricht von «fragwürdigen Kampagnen» und fordert, es dürfe «kein Schweigen und Wegschauen geben», die Wahrheit müsse «ans Licht».

Der Fall habe ihn «tief getroffen», sagt Watzke, «wenn man das gelesen hat, wird einem einfach nur schlecht.» Er verspricht «lückenlose» Aufklärung. Auch kündigt er Unterstützung für den Kampf der Fanszene gegen geplante schärfere Sicherheitsmassnahmen an: «Wir sind in dieser Frage nah beieinander.»

Erstmals wird die JHV hybrid durchgeführt, Mitglieder können an den Abstimmungen online teilnehmen. Doch das Novum führt zu technischen Problemen, der Beginn verzögert sich um eine Stunde, die Tagesordnung muss umgestellt werden.

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Union Berlin
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VfB Stuttgart
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