«Verstoss gegen die medizinische Sorgfaltspflicht»
Bayern legt im Streit um Davies nach – und kassiert ab

Nach der schweren Verletzung von Alphonso Davies zieht Bayern Konsequenzen: Der Klub erhält eine Entschädigung von der Fifa – und bleibt im Clinch mit Kanada. CEO Dreesen wirft dem Verband mangelnden Spielerschutz vor.
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Im März verletzte sich Alphonso Davies (am Boden) am Kreuzband.
Foto: IMAGO/SOPA Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Bayern erhält Entschädigung für Davies' Verletzung vom Fifa-Schutzprogramm
  • Bayern kritisiert kanadischen Verband für unzureichenden Schutz von Davies
  • Bayern will künftig Austausch mit Nationalverbänden intensivieren und strengere Schutzmechanismen fordern
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Joël HahnRedaktor Sport

Der FC Bayern hat Konsequenzen aus der schweren Verletzung von Alphonso Davies (23) gezogen, die sich der Kanadier im März bei einem Länderspiel gegen die USA zugezogen hat. Die Verletzung entfachte einen handfesten Streit zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem kanadischen Verband – nun geht der Konflikt in die nächste Runde, auch finanziell.

Wie der Klub mitteilt, erhält er im Rahmen des Fifa-Schutzprogramms eine Entschädigung für den verletzungsbedingten Ausfall des Kanadiers. Die genaue Summe steht zwar noch aus – aber: Das Geld kommt.

Das ist jedoch nicht alles. In einem Treffen mit dem kanadischen Verband machte Bayerns CEO Jan-Christian Dreesen (57) deutlich, dass man in München mit dem Umgang Kanadas mit seinem Spieler alles andere als einverstanden sei. «Canada Soccer hat seine Schutzpflichten gegenüber Davies nicht vollständig erfüllt», heisst es in einem Statement der Bayern.

Bayern lässt nicht locker

Heisst konkret: Der deutsche Rekordmeister ist weiterhin überzeugt, dass Davies trotz Beschwerden eingesetzt wurde – und dass die Verletzung möglicherweise vermeidbar gewesen wäre. Der Ton bleibt scharf.

Bereits in der Vergangenheit hatte Dreesen den Verband für «grobe Fahrlässigkeit» kritisiert. Auch Davies’ Berater äusserte schwere Vorwürfe gegen Nationalcoach Jesse Marsch. Der Verband hingegen verteidigt sich weiterhin: Alle medizinischen Protokolle seien eingehalten worden.

Für Bayern bleibts dennoch ein teures und schmerzhaftes Kapitel. Der nächste Rückschlag in einer ohnehin nicht einfachen Saison. Immerhin: Eine Lehre will man daraus ziehen. Künftig will der Klub den Austausch mit den Nationalverbänden seiner Spieler intensivieren – und auf strengere Schutzmechanismen drängen.

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Bayern München
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Borussia Dortmund
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RB Leipzig
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VfB Stuttgart
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TSG Hoffenheim
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Bayer Leverkusen
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Eintracht Frankfurt
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