Nach Urteil gegen Jérôme wegen Körperverletzung an seiner Ex-Freundin
Kevin-Prince Boateng hat «nichts mehr mit ihm zu tun»

Jérôme Boateng (33) und sein Halbbruder Kevin-Prince (34) reden nicht mehr miteinander. Die neusten Entwicklungen im Gerichtsfall um Jérôme sind nur das Tüpfelchen auf dem i.
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Eiszeit: Kevin-Prince (l.) und Jérôme Boateng.
Foto: imago sportfotodienst

Jérôme Boateng steht im Kreuzfeuer der Kritik. Zuletzt sorgte der langjährige Bayern-Star und heutige Lyon-Verteidiger mit einer 1,8-Millionen-Strafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung für Schlagzeilen! Der Vorwurf einer ehemaligen Lebensgefährtin: Boateng soll sie in den Karibik-Ferien vor drei Jahren heftig attackiert, beleidigt und sogar ins Gesicht geschlagen haben.

Nach diesen Nachrichten spricht sich nun sein Halbbruder Kevin-Prince (ebenfalls Fussball-Star) öffentlich über den Fall aus. Der Hertha-Spieler zur «Bild»: «Ich habe mich schon vor längerer Zeit von Jérôme distanziert. Ich schätze und respektiere das deutsche Gesetz. Ich verachte Gewalt gegen Frauen. Ich identifiziere mich nicht mit den Taten meines Bruders und deswegen habe ich nichts mehr mit ihm zu tun.»

«Kontakt schon vor Monaten abgebrochen»

Den Halbbrüdern (gleicher Vater) wird schon seit Jahren kein gutes Verhältnis nachgesagt. So wurde beispielsweise Kevin-Prince nach einem Foul an Michael Ballack als «Staatsfeind Nummer eins» bezeichnet, weil der Deutsche daraufhin die WM 2010 verpasste. Kevin-Prince, der für Ghana spielt, wurde damals auch von seinem Bruder, dem deutschen Nationalspieler Jérôme, öffentlich kritisiert.

Ein Insider sagt gegenüber der «Bild»: «Kevin hat schon vor Monaten den Kontakt zu Jérôme abgebrochen, aber bisher geschwiegen. Es ist doch so: Jérôme galt immer als der nette und süsse Junge, während Kevin als Bad Boy dargestellt wurde. Dabei ist es genau umgekehrt.»

Blitz-Wechsel zu Lyon

Auch (Jérôme) Boatengs kurzfristiger Wechsel zu Olympique Lyon sorgt nun für Wirbel. Am Deadline Day (31. August) schloss sich der 33-Jährige dem französischen Top-Klub an, wo seit diesem Sommer auch Xherdan Shaqiri unter Vertrag steht.

Dabei hätte Boateng lieber bei Sevilla unterschrieben, dort wurde aber nach dem geplatzten Transfer von Jules Koundé zu Chelsea nichts daraus. Auch ein Angebot der Wolverhampton Wanderers schlugen der Verteidiger und seine Entourage aus, woraufhin er Knall auf Fall bei Lyon unterschrieb.

Dort wusste man offenbar nichts vom hängigen Verfahren gegen Boateng. Hervé Penot, ein angesehener «L'Équipe»-Journalist, sagt: «Ich bin mir sicher, dass die OL-Bosse das Risiko nicht eingegangen wären, ihn zu holen, wenn sie davon gewusst hätten. Nach dem Ausgang des Prozesses noch weniger!» (leo)

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