Nach 0:4 in München
Keine Rückendeckung für Bayer-Trainer Seoane

Darf Gerry Seoane (43) auch nach der Pleite in München Trainer von Bayer Leverkusen bleiben? Eine Frage, die sich viele stellen und auf die Bayer-Sportchef Simon Rolfes keine Antwort geben will.
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Der Trainerstuhl von Gerry Seoane in Leverkusen wackelt gewaltig.
Foto: Getty Images

Fünf Niederlagen, zwei Remis, nur ein Sieg und dazu das peinliche Erstrunden-Aus im DFB-Pokal gegen den Drittligisten SV Elversberg – die Bilanz spricht gegen einen Verbleib von Gerry Seoane auf dem Trainerstuhl von Bayer Leverkusen.

Nach dem 0:4 am Freitag bei Bayern München erhält der Schweizer auch von Bayer-Sportchef Simon Rolfes nicht mehr die volle Rückendeckung. «Wir brauchen kurzfristig Erfolge, kurzfristig ein anderes Auftreten. Das ist das Entscheidende, womit wir uns beschäftigen sollten – und nicht mit anderen Dingen», sagt Rolfes auf die Frage, ob Gerardo Seoane weiter fest im Sattel sitze.

Nur so viel: In der Champions League gegen den FC Porto soll Seoane noch auf der Bank sitzen. Ob dies mehr als ein Lippenbekenntnis ist, wird sich am Dienstag zeigen.

Seoane: «Es ist eine Willensfrage»

Seoane, seit Sommer 2021 im Amt und mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet, meint nach dem Spiel in München: «Die Lage ist sehr ernst zu nehmen.» Der ehemalige YB-Meistertrainer vermisst die Einsatzbereitschaft. «Es ist eine Willensfrage. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir dazu bereit sind, den letzten Meter zu machen.»

Wie der Coach geht auch Sportchef Rolfes mit der Mannschaft hart ins Gericht. «Wir waren chancenlos von der ersten Minute an und haben alles vermissen lassen, was man in einem Bundesligaspiel zeigen muss: Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft, fussballerische Komponenten, Mut», sagte Rolfes und ergänzte: «Das ist nicht zu akzeptieren, wie wir gespielt haben.»

Bei aller Kritik an der Mannschaft: Am Ende können nur Siege Seoanes Job retten. Oder wie Leverkusen-Legende Reiner Calmund (73) es gegenüber der «tz» gewohnt salopp formulierte: «Ich bleibe bei meiner Meinung, dass der Trainer einen sehr, sehr guten Job macht. Aber es gibt keinen Ersatz für den Erfolg. Ausserdem darf man nicht vergessen, dass mit Florian Wirtz das Hirn der Mannschaft seit Monaten fehlt. Aber als Coach brauchst du neben Qualität auch Erfolg – sonst kriegst du irgendwann die Briefmarke auf den Arsch geklebt.» (AFP/cmü)

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
33
82
86
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
33
34
70
3
RB Leipzig
RB Leipzig
33
22
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
33
22
61
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
33
17
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
33
21
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
33
-9
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
33
-4
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
33
-12
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
33
-11
37
11
Hamburger SV
Hamburger SV
33
-14
37
12
Union Berlin
Union Berlin
33
-18
36
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
33
-15
35
14
1. FC Köln
1. FC Köln
33
-10
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
33
-21
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
33
-26
26
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
33
-29
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
33
-29
26
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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