«Ich würde es geniessen, wenn Millionen zuschauen!»
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Mirjana Zuber fiebert mit:«Ich würde es geniessen, wenn Millionen zuschauen!»

Mirjana Zuber sieht ihren Steven im TV kicken
«Ich würde es geniessen, wenn Millionen zuschauen!»

Mirjana Zuber schaut auf dem Gymnastikball ihrem Ehemann Steven zu, wie dieser mit Hoffenheim gegen Hertha 0:3 untergeht.
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Steven Zuber spielt mit Hoffenheim gegen die Hertha, …
Foto: freshfocus
Michael Wegmann

Samstag, 15.30 Uhr: Anpfiff in der Partie zwischen Hoffenheim und Hertha Berlin in der Pre-Zero-Arena in Sinsheim. 81 Sekunden sind gespielt, erster Ballkontakt des Hoffenheim-Flügels Steven Zuber (28) nach dem Re-Start.

Zuhause in Zürich sitzt Mirjana Zuber (27) auf ihrem Gymnastikball vor dem TV und fiebert mit. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass Hoffenheim gewinnt. «Es ist schwierig, eine grössere Optimistin als mich zu finden. Steven und seine Kollegen könnten auch gegen Real Madrid spielen und ich würde von einem Sieg ausgehen», sagt sie und lacht.

Auch wenn im Vorfeld viele Kritiker vor Risiken und Gefahren eines Fussballspiels mit vollem Körperkontakt gewarnt haben, dabei Profis sogar mit Versuchskaninchen verglichen haben, Sorgen um ihren Ehemann und um dessen Gesundheit macht sie sich keine. Hat sie sich auch in den letzten Wochen nie gemacht. «Ich vertraue den Experten, die entschieden haben die Liga wieder aufzunehmen voll und ganz. Und auch Steven hat keine Bedenken.»

Im Gegenteil: Mirjana freut sich für ihn. «Ich weiss, dass er am meisten Freude hat, wenn er Fussball spielen darf. Und ich weiss, dass er und seine Kollegen damit Hunderttausenden von Menschen Freude bereiten. Also ist es doch einfach toll, dass es weitergeht.»

Ihrem Mann vor dem TV zuschauen, ist für Mirjana nichts Spezielles, tat sie auch schon ohne Geisterspiele und vor dem Lockdown öfters. Als selbstständig Erwerbende im Bereich Podcasts, Modeling und Mode ist sie öfters beruflich unterwegs. «Diese Saison war ich erst zweimal im Stadion», sagt sie.

«Jetzt geht’s um die Professionalität!»

Dass keine Fans im Stadion sind, stört sie nicht gross. «Wissen Sie, was das Beste an allem ist?», fragt Mirjana und gibt sich die Antwort gleich selbst: «Dass die Welt zusieht! Mehr Aufmerksamkeit als in diesem Moment kriegst du als Spieler, als Team wohl nie mehr im Leben. Das muss man als Chance sehen und sie nutzen. Jetzt müssen die Spieler performen! Wenn ein Profi nun wegen der grossen Publicity gehemmt ist, sollte er besser einen neuen Job suchen. Jetzt geht’s um die Professionalität!»

Wären Sie denn nicht gehemmt, wenn Ihnen Millionen bei der Arbeit zusehen würden? Mirjana lacht und sagt: «Von wegen. Ich würde es geniessen! Wenn ich Millionen mit meiner Philosophie über mentale Gesundheit erreichen könnte, habe ich es definitiv geschafft.»

In der 66. Minute wird Zuber beim Stand von 0:2 ausgewechselt – am Ende steht’s 0:3, performt hat der Gegner. Schlusswort Mirjana: «Dann gewinnen sie eben das nächste Spiel...» Optimistin bleibt Optimistin.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
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