Legende Stéphane Chapuisat
Chappis Bundesliga-Karriere begann im Spital

Stéphane Chapuisat erlangte als einziger Schweizer Bundesliga-Söldner Superstar- und Legenden-Status. Auch heute wird er noch umschwärmt.
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Spektakulär: Chappis Fallrückzieher 1997 in der Königsklasse gegen Auxerre.
Foto: freshfocus
Alain Kunz

Die Szene ist typisch. Als wir im Borussia-Park zu Mönchengladbach das Shooting mit Stéphane Chapuisat im gelb-schwarzen Dress von Dortmund hoch oben auf der Tribüne machen, zielen die Rohre der Fotografen von ganz unten auf den Schweizer. Sofort macht das Foto die Online-Runde – von der «Rheinischen Post» bis zur «Berner Zeitung».

Chappi im Dress der anderen Borussia am Abschlusstraining? Immer eine Meldung wert!

Chappi war der erste Schweizer Superstar in der Bundesliga. Und noch heute wird er umschwärmt. Status: Legende. Obwohl sein Start in die grosse weite deutsche Fussball-Welt suboptimal war. Der YB-Chefscout erinnert sich: «Als ich in Uerdingen unterschrieb, hiess der Trainer Horst Wohlers. Als ich anfing Timo Konietzka. Unter Timo litt ich die erste Woche extrem! Am Ende dieser Woche spielten wir am Essener Hallenturnier. Der Samstag war top. Am Sonntag riss ich mir das Innenband, landete im Spital und wurde noch gleichentags operiert.»

Und niemand in der Schweiz wusste etwas davon! Chappi: «So war das halt im Vor-Handy-Zeit­alter. Als Erstes musste ich mir eine Telefonkarte beschaffen, denn auf dem Zimmer gabs kein Telefon. Und als ich meinen Vater endlich am Draht hatte, fragte der mich zuerst, wie wir in Essen gespielt hätten.»

Drei Monate später ist Chappi wieder da – und startet durch. Schon im zweiten Bundesliga-Spiel trifft er. Ausgerechnet in Gladbach, wo er mit YB die 1:6-Klatsche einfuhr. Damals allerdings noch auf dem Bökelberg. In zehn Spielen gelingen ihm vier Tore.

Das reichte für den neuen Dortmund-Trainer, den Hakenkönig unbedingt holen zu wollen. Das war ein gewisser ... Ottmar Hitzfeld. Der lotst ihn zum BVB – und der steile Aufstieg des Schweizer Dribbelkönigs geht ungebremst weiter. Schon in seiner ersten Saison netzt er 20 Mal ein, wird Zweiter in der Torschützenliste hinter dem Stuttgarter Fritz Walter.

Am Ende stehen acht Saisons und ein Titel, der alles überstrahlt: der Champions-League-Sieg 1997! Zuvor waren es die Herren vom 66er-Team, die als BVB-Legenden zelebriert wurden. Damals holte Dortmund den Cupsieger-Cup. «Ein paar Jahre nach dem Finalerfolg ­gegen Juve realisierte ich: Nun haben wir selbst diesen Status», so Chappi.

Weshalb der Lausanner überall in Deutschland erkannt wird. Noch heute. «Ich spüre die Freude der Leute. In Deutschland haben Ehemalige halt schon einen anderen Stellenwert als bei uns», sagt der zweifache deutsche Meister. Vor allem, wenn er ein Superstar war. Chappi wars!

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
27
72
70
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
27
30
61
3
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
27
20
53
4
RB Leipzig
RB Leipzig
27
18
50
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
27
15
50
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
27
16
46
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
27
-1
38
8
SC Freiburg
SC Freiburg
27
-5
37
9
Union Berlin
Union Berlin
27
-15
31
10
FC Augsburg
FC Augsburg
27
-17
31
11
FSV Mainz
FSV Mainz
27
-9
30
12
Hamburger SV
Hamburger SV
27
-9
30
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
27
-13
29
14
Werder Bremen
Werder Bremen
27
-17
28
15
1. FC Köln
1. FC Köln
27
-9
26
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
27
-20
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
27
-22
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
27
-34
15
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