Darum gehts
- Lange Zeit war unklar, was mit Christoph Spycher passiert
- Nun ist klar: Ein Wechsel zur Frankfurter Eintracht ist vom Tisch
- Der Stress in der medial überhitzten Bundesliga soll mit ein Grund gewesen sein
Er war der Wunschkandidat von Bundesliga-Traditionsverein Eintracht Frankfurt auf die Nachfolge von Sportvorstand Markus Krösche (46): Christoph Spycher (48), Chief Sports von YB. Er hat YB ab 2018 zur Nummer eins der Schweiz gemacht, beginnend mit der Erlösung von Fans und Region von der 32-jährigen Leidenszeit des Traditionsklubs ohne Meistertitel. Und dem ersten Gewinn liess er bis 2024 fünf weitere folgen. Dazu gesellten sich zwei Cupsiege und vier Champions-League-Teilnahmen. Und er war Captain und Identifikationsfigur der Eintracht während seiner Zeit als Spieler.
Kein Wunder, wäre er der perfekte Match gewesen für die Hessen. Anderthalb Wochen dauerte das Buhlen um den Berner. Nun ist es beendet.
Denn jetzt ist klar: Spycher bleibt bei YB. Die Informationen der deutschen «Bild» decken sich mit jenen von Blick. Das lag an Bedenken seinerseits, welche ein mögliches Engagement in der überhitzten Bundesliga beim Könizer ausgelöst hatten. Da war die Familie, die er seltener gesehen hätte. Da war seine Beteiligung an nicht ganz zehn Prozent der Aktien der BSC Young Boys AG, die er hätte abstossen müssen.
Da war aber vor allem das Jobprofil mit einem Dauerstress-Zustand in der medial gnadenlosen Bundesliga. Dies nach zwei nervenaufreibenden, weil relativ (2024/25) bis total (2025/26) erfolglosen Saisons bei YB. Diese Bedenken, ob es das Richtige für ihn gewesen wäre, nach diesen beiden Jahren sich gleich in ein noch stressigeres Abenteuer zu stürzen, sollen gross gewesen sein. Gleichzeitig ist durchaus denkbar, dass diese auch bei der Eintracht-Spitze zu Fragezeichen geführt haben, ob Spycher im Moment der richtige ist. Spycher selbst hatte den aktuellen Trainer Gerardo Seoane 2018 das erste Mal eingestellt, weil ihn der Luzerner in den Gesprächen restlos überzeugt hatte, obwohl er zu Beginn nie als einer der Topkandidaten galt.
In Bern hat Spycher die verlockende Aussicht, wieder um den Meistertitel mitspielen zu können mit einer funktionierenden Mannschaft, in welcher Ruhe herrscht. Es ist aber auch denkbar, dass er nach Jahren nonstop voller Adrenalin über eine Pause nachdenkt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 7 | 19 | 17 | |
2 | Borussia Dortmund | 7 | 8 | 17 | |
3 | SC Freiburg | 7 | 7 | 13 | |
4 | Bayer Leverkusen | 7 | 4 | 13 | |
5 | RB Leipzig | 7 | 9 | 12 | |
6 | Werder Bremen | 7 | 1 | 12 | |
7 | FSV Mainz | 7 | 3 | 10 | |
8 | SV 07 Elversberg | 7 | -3 | 10 | |
9 | FC Augsburg | 7 | 4 | 9 | |
10 | TSG Hoffenheim | 7 | 0 | 9 | |
11 | Hamburger SV | 7 | -10 | 9 | |
12 | 1. FC Köln | 7 | -3 | 8 | |
13 | SC Paderborn 07 | 7 | -3 | 8 | |
14 | Eintracht Frankfurt | 7 | -7 | 8 | |
15 | VfB Stuttgart | 7 | -3 | 6 | |
16 | Schalke 04 | 7 | -3 | 6 | |
17 | Union Berlin | 7 | -12 | 6 | |
18 | Borussia Mönchengladbach | 7 | -11 | 3 |