Slapstick-Tor entscheidet den Klassiker
Kobel und Co. müssen sich im Klassiker geschlagen geben

Lange verläuft der Klassiker einseitig, die Bayern dominieren. Borussia Dortmund dreht erst spät auf, kann die Pleite nicht abwenden.
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Björn LindroosRedaktor Sport
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Bayern gewinnt einen umkämpften Klassiker gegen Dortmund knapp mit 2:1.
Foto: IMAGO/Maximilian Koch

Am Ende ist es ein Slapstick-Tor, das den Bayern diesen Klassiker gewinnt. Jobe Bellingham stoppt eine Hereingabe wenige Zentimeter vor dem eigenen Tor. Beim Klärungsversuch lässt sich der Engländer aber zu viel Zeit, Bayern-Flügel Michael Olise kommt mit einer Grätsche angerauscht und der Ball prallt zum 2:0 ins Tor.

Die Entscheidung? Noch nicht ganz. Denn plötzlich keimt beim BVB nochmals Hoffnung auf: Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung trifft Julian Brandt sechs Minuten vor Schluss zum 1:2-Anschlusstreffer. Jetzt bläst der BVB zur Schlussoffensive, doch der Ausgleich fällt nicht.

Kanes umstrittenes Führungstor

Die Dortmunder zeigen in München zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit werden die Schwarzgelben von den Bayern dominiert und verzeichnen selbst keinen einzigen Torschuss. In der 22. Minute ist es Harry Kane, der das Heimteam für den Aufwand belohnt und mit seinem 12. Saisontor im siebten Spiel in Führung bringt. Etwas Diskussionen gibts aber: Vor seinem Kopfball schubst Kane Gegenspieler Guirassy, doch für den VAR ist die Berührung zu leicht.

BVB-Coach Niko Kovac wird nach dem Spiel diesbezüglich deutlich und hält mit Kritik an Schiedsrichter Dankert nicht zurück: «Für mich ist das aufgrund seiner Entscheidung, kleinlich zu pfeifen, eine klare Fehlentscheidung. Er hätte das zurücknehmen müssen.» Dankert habe «alles zerpfiffen», das komplette Spiel des Unparteiischen sei nicht gut gewesen. «Zu kleinlich, nicht gut, schlecht. Jetzt kriege ich wieder Ärger, aber ich muss das mal sagen.»

Dankert selbst rechtfertigt sich und sagt, dass es «kein Stoss in den Rücken von Guirassy» sei. Da es sich um einen «handelsüblichen Zweikampf in der Bundesliga» gehandelt habe, habe er das Tor – auch mit Rücksprache mit seinem Videoassistenten – anerkannt. Zur Kritik Kovacs akzeptiert Dankert und sagt: «Ich kenne Niko ja jetzt auch schon etwas länger. Er kann seine Meinung dazu natürlich auch äussern. Das ist ganz normal.»

Slapstick-Tor entscheidet Klassiker

Nach der Pause kommt der BVB besser aus der Kabine, Adeyemi verpasst die goldene Ausgleichschance, weil er auf dem Münchner Rasen ausrutscht. Kurz bevor Olise den Ball auf der anderen Seite zum 2:0 ins Tor rutscht.

So gewinnen die Bayern zum ersten Mal seit drei Spielen wieder gegen Dortmund und setzen ein Statement im Meisterschaftskampf. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung bereits auf Dortmund, Verfolger Leipzig liegt fünf Zähler hinter dem Rekordmeister.

Bundesliga 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
4
7
12
2
Bayern München
Bayern München
4
12
10
3
SC Freiburg
SC Freiburg
4
9
10
4
FC Augsburg
FC Augsburg
4
5
7
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
4
5
7
6
FSV Mainz
FSV Mainz
4
4
7
7
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
4
1
7
8
Werder Bremen
Werder Bremen
4
0
7
9
RB Leipzig
RB Leipzig
4
4
6
10
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
4
-1
5
11
Schalke 04
Schalke 04
4
-1
5
12
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
4
-2
4
13
1. FC Köln
1. FC Köln
4
-3
4
14
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
4
-3
3
15
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
4
-3
3
16
Hamburger SV
Hamburger SV
4
-11
3
17
Union Berlin
Union Berlin
4
-13
1
18
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
4
-10
0
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