«Kein Streichelzoo»
So kontert Urs Fischer die Kritik seines Ex-Spielers Kruse

Max Kruse wechselte diesen Winter von Union zu Wolfsburg – auch wegen Urs Fischer. Jetzt kontert der Schweizer Trainer die Kritik.
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Max Kruse wechselte von Union zu Wolfsburg.
Foto: Getty Images

Am Samstag sass Max Kruse (33) im ZDF-«Sportstudio» und erzählte, warum er Ende Januar von Union Berlin zu Wolfsburg ging. Des schnöden Mammons wegen, klar. Laut «Bild» verdient er rund 4 Millionen Euro. Aber nicht nur. Auch Urs Fischer sei schuld: «Das Verhältnis zum Trainer hatte damit zu tun», sagt Kruse. Konkret: Fischer wechselte Kruse hin und wieder aus, und in der Startelf stand er auch nicht immer. Das passte dem eitlen Stürmer nicht.

Fischer wirkt genervt

Fischers Replik vorm Duell mit Dortmund: «Bundesliga ist kein Streichelzoo.» Und er habe «nicht den Auftrag, Wünsche zu erfüllen. Das muss man auch akzeptieren und gehört dazu». Fischer wirkte, wie er in seinen so erfolgreichen Berliner Tagen selten wirkt: genervt.

Das jedoch kann auch damit zu tun haben, dass Kruse ihm sportlich fehlt – als gerissener, zwischendurch gar genialer Spieler. Beide Partien seit seinem Abgang verlor Union. 0:2 in Augsburg und nun 0:3 gegen den BVB.

Union unterliegt verdient, auch weil die Borussia vor allem vor der Pause stark spielt – angestachelt auch durch die 2:5-Schmach gegen Leverkusen letzte Woche. Marco Reus trifft doppelt. Fischer: «Am Schluss war Dortmund die effizientere Mannschaft, aber nicht um drei Tore besser.» Die Berliner fallen durch die Niederlage dahin, wo sie ohne Kruse Ende Saison zu landen drohen: unter die internationalen Plätze. (mis)

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