«Ich liebe diesen Verein»
Nati-Spieler Miro Muheim mittendrin im HSV-Hype

Der Hamburger SV spielt seine erste Bundesliga-Saison seit 2018 – und Fussball-Deutschland feiert den Klub, seine Spieler, den Trainer und die Stimmung. Mittendrin: Nati-Verteidiger Miro Muheim.
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Miro Muheim reitet aktuell gerade auf einer Euphoriewelle mit dem HSV.
Foto: IMAGO/Lobeca

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Miro Muheim hofft auf WM-Teilnahme und freut sich auf Länderspiele
  • Der HSV-Verteidiger lobt Ricardo Rodriguez und Megatalent Luka Vuskovic
  • HSV ist Elfter in der Bundesliga, sechs Punkte vor Relegationsplatz
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Tobias WedermannFussballchef

Blick: Miro Muheim, wie viele WM-Tickets mussten Sie schon organisieren?
Miro Muheim: Ein paar Bestellungen habe ich beim Verband platziert (lacht). Ich würde mich sehr freuen, wenn Personen aus meinem Umfeld mitreisen könnten, sofern ich dabei bin.

Wie sehen Sie Ihre Rolle in der Nati? Ihr Konkurrent ist kein Geringerer als Dauerbrenner Ricardo Rodriguez.
Rici ist in der Nati gefühlt gesetzt als Linksverteidiger, seit ich auf die Welt gekommen bin. Er hat sich diesen Status mit konstanten Leistungen auf absolutem Topniveau erarbeitet. Ich kann sehr viel von ihm lernen. Natürlich will man als Spieler immer auf dem Platz stehen, aber meine Aufgabe sehe ich darin, bereit und fokussiert zu sein, falls ich gebraucht werde.

Bei Murat Yakin sind Sie auch für die kommenden Wochen fest eingeplant. Für Sie als Bundesliga-Söldner wird das ein spezielles Spiel gegen Deutschland am kommenden Freitag, oder?
Als Schweizer gegen Deutschland zu spielen, ist immer etwas ganz Besonderes. Zudem noch Norwegen – Nationen mit extrem viel Qualität. Ich freue mich sehr auf die Spiele.

Alles spricht dafür, dass Sie bei der WM dabei sind. Ihre erste Teilnahme an einem grossen Turnier. Denkt man ab und zu schon daran?
Es fällt mir schwer, zu beschreiben oder in Worte zu fassen, was es für mich bedeuten würde, bei einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Es ist ein Traum, der in Erfüllung gehen würde. Richtig realisieren werde ich es vermutlich erst, wenn das Aufgebot kommt und wir in den USA landen.

Vor der Länderspielpause wartet jetzt aber noch das Duell Ihres HSV gegen Borussia Dortmund und Nati-Kollege Gregor Kobel. Haben Sie Ihren Stürmern schon seine Schwächen verraten?
Welche Schwächen hat er? (Lacht.) Er ist ein unglaublich guter Goalie, das wird nicht einfach gegen ihn. Wir werden natürlich alles versuchen, um ihm ein oder mehrere Tore einzuschenken.

Wie sehen Sie die aktuelle Situation beim Hamburger SV? Tabellenplatz 11 im sicheren Mittelfeld, aber nur sechs Punkte vom Relegationsplatz entfernt.
Wir sind in einer Phase, wo es bei einem Sieg von aussen heisst: Jetzt geht es nach Europa, und bei einer Niederlage: Jetzt geht es wieder um den Abstieg. Wir müssen kühlen Kopf bewahren, hart arbeiten und keine Rechenspiele machen. Im Fussball gibt es immer nur das nächste Spiel, und das wollen wir gewinnen.

Letztes Mal haben wir im Rahmen Ihrer Aufstiegsparty ausführlicher gesprochen. Wie blicken Sie generell auf die ersten Monate in der 1. Bundesliga zurück?
Es war eine grosse Veränderung. Sowohl innerhalb der Mannschaft, im Spielsystem als auch auf dem Platz. Alles benötigte etwas Gewöhnungszeit. Mit der Entwicklung sind wir aber sehr zufrieden, und wir wissen jetzt, dass wir in diese Liga gehören. Wir machen es meiner Meinung nach wirklich gut.

So erlebten Muheim und Hefti das Aufstiegsspiel
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«Nichts Besseres»:So erlebten Muheim und Hefti das Aufstiegsspiel

Zu Beginn hatte man das Gefühl, dass auch Sie sich noch auf diesem Niveau zurechtfinden mussten.
Unser Spiel hat sich grundlegend verändert und meine Rolle auch. Ich bin viel mehr in der Defensive gefordert. Nach drei Jahren Dominanz in der 2. Liga war das eine Umstellung. Es war eine anspruchsvolle Herausforderung, aber eine, die mir Spass gemacht hat.

In der 2. Liga gehörten Sie selber zu den Topskorern. Jetzt spielen Sie regelmässig gegen Weltstars. Wie ist das für Sie?
Es ist einzigartig, wenn man gegen Spieler wie Michael Olise oder Yan Diomande spielen muss, die eine überragende individuelle Klasse haben. Diese Duelle machen mich nur besser, sie fordern dich während 90 Minuten komplett, du darfst nicht eine einzige Sekunde abschalten. Bei mir führt das zu einer Weiterentwicklung, die ich sonst nicht gemacht hätte. Und auch als Team wirst du besser, wenn du gegen solche Gegner bestehen kannst.

Ich habe generell das Gefühl, der HSV als Klub aktuell sehr im Trend ist. Die Stimmung im Volkspark, Spieler, Trainer. Ganz Fussball-Deutschland schwärmt. Wie nimmt man das als Betroffener wahr?
Natürlich nehme ich diese zusätzliche Aufmerksamkeit wahr und finde es schön. Der Hamburger SV ist halt einfach einer der grössten Klubs in Deutschland, und das Stadion war schon in der 2. Liga immer ausverkauft. Doch es ist auch wichtig, dass wir uns von diesem Trubel nicht ablenken lassen und auf dem Boden bleiben.

Zuletzt trugen Sie die Captainbinde. Wie hat sich Ihre Rolle beim Klub nach über 150 Spielen für den HSV entwickelt?
Ich habe ebenfalls Schritte beim Thema Führung gemacht, das stimmt. Ich versuche, auf und neben dem Platz zu helfen und wo immer möglich auch voranzugehen. Natürlich ist es auch eine Ehre, die Captainbinde des HSV zu tragen.

Sie sorgten auch mit einem TV-Interview für Aufregung. Nach dem Spiel gegen Urs Fischers Mainz 05 sprachen Sie von einer «Trettertruppe». Ist das auch eine neue Rolle, die wir noch mehr von Ihnen erwarten können – verbaler Klartext und öffentlich vorangehen?
Eigentlich bin ich überhaupt nicht der Lautsprecher oder einer, der gerne im Rampenlicht steht. Das ist nicht mein Naturell. In der Nachbetrachtung finde ich auch dieses Interview nicht glücklich – ich war einfach emotional aufgeladen.

Sie haben mit Ex-FCB-Flügel Philip Otele seit Jahresbeginn einen neuen Mitspieler auf Ihrer Seite. Wie ist er aus Basel bei Ihnen angekommen?
Er ist mit extrem viel Energie angekommen, und es gefällt mir sehr, mit welcher Wucht er seit dem ersten Training arbeitet. Ein Spieler mit diversen Qualitäten. Wir lernen uns auch immer besser kennen, es macht sehr viel Spass mit ihm.

Ein weiterer Mitspieler, der aktuell sogar weltweit sehr viel Aufmerksamkeit bekommt, ist Megatalent Luka Vuskovic. Was ist das für ein Typ?
Ein unglaublicher Junge. Ein absoluter Musterprofi. Auf dem Platz ist er eine Naturgewalt und extrem abgeklärt für sein Alter von erst 19 Jahren. Er lässt sich zudem überhaupt nicht vom Hype beeinflussen und weiss, dass er noch viel besser werden kann. Es ist beeindruckend, wie er das macht.

Er ist von Tottenham ausgeliehen. Die Fans träumen davon, dass er bleibt und gemeinsam mit seinem Bruder Mario beim HSV spielt, der aktuell noch eine Dopingsperre absitzt. Wie sehen Sie die Chancen?
Ich sage ihm jeden Tag, dass er in Hamburg bleiben muss (lacht). Klar wollen wir, dass er länger hierbleibt. Sein Bruder ist ebenfalls ein super Typ und Spieler, es wäre schön, mit beiden gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Leider liegt diese Entscheidung aber nicht in meinen Händen.

Wie sieht Ihre Zukunft aus? Stammspieler, seit bald fünf Jahren beim Hamburger SV. Im Sommer läuft Ihr Vertrag noch ein Jahr – normalerweise ein Zeitraum, wo man sich Gedanken macht.
Ich liebe diesen Verein, identifiziere mich mit der Stadt, den Fans und dem Klub. Der Fokus liegt aber aktuell nur auf dem Saisonendspurt in der Liga. Vielleicht ist es ein Thema, das dann im Sommer mal besprochen wird. Wer weiss, was passiert.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
26
68
67
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
26
29
58
3
RB Leipzig
RB Leipzig
27
18
50
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
26
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5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
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6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
26
16
45
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
26
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38
8
SC Freiburg
SC Freiburg
26
-6
34
9
Union Berlin
Union Berlin
26
-11
31
10
FC Augsburg
FC Augsburg
26
-14
31
11
Hamburger SV
Hamburger SV
26
-8
30
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
26
-13
28
13
FSV Mainz
FSV Mainz
26
-10
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14
1. FC Köln
1. FC Köln
26
-9
25
15
Werder Bremen
Werder Bremen
26
-18
25
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
26
-19
24
17
VfL Wolfsburg
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26
-21
21
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