Heisse Verhandlungen
Favre ist bei Newcastles Diktator-Scheich die Nummer 1

Lucien Favre (63) soll bei den Newcastle-Scheichs heiss begehrt sein. Ob sich der Waadtländer das wirklich antut, bleibt aber abzuwarten.
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Lucien Favre ist seit seinem Aus bei Dortmund im Dezember 2020 ohne Job.
Foto: TOTO MARTI

Dass Lucien Favre (63) bei Newcastle United ein Kandidat für den freigewordenen Trainer-Posten ist, das ist schon länger bekannt. Nun aber soll der Waadtländer gar zuoberst auf der Wunschliste der neuen Scheich-Bosse sein. «Die Verhandlungen gehen nun in die entscheidende Runde», schreibt die «Bild». Demnach sind noch drei Trainer im Rennen. Ex-Bournemouth-Coach Eddie Howe, Ex-Roma-Trainer Paulo Fonseca – und eben Lucien Favre.

Dieser gilt als akribischer Arbeiter, als Ausbildner. Favre versteht es, junge Spieler weiterzubringen. Seine Fachkompetenz ist unbestritten. Er ist ein Fussball-Schöngeist, ein Perfektionist. Doch in den letzten Jahren hat er sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen müssen, fertige Top-Teams mit diversen Superstars nicht weiterbringen zu können. Zudem steht er nicht gerne im Rampenlicht. Ob er deshalb der richtige Mann für Newcastle in der prestigeträchtigen Premier League ist, darf zumindest bezweifelt werden.

Klopp hat Bedenken

Newcastle hat Grosses vor. Mohammed bin Salman, Kronprinz Saudi-Arabiens, hat vor einigen Wochen übernommen und sich für über 370 Millionen Franken den Klub gekrallt. Das Vermögen des Scheichs wird auf fast 400 Milliarden Franken geschätzt. Es sind Zahlen, die die Konkurrenz auf der Insel zusammenzucken lässt.

«Das wird eine Super-Macht», befürchtet Liverpools Jürgen Klopp. Doch es gibt auch viel Kritik. Mohammed bin Salman werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Saudi-Arabien wird von einer streng konservativ islamischen Monarchie geführt. Menschenrechte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit oder Frauenrechte spielen dort keine grosse Rolle. «Ich denke, es gibt keine zwei Meinungen bezüglich der offensichtlichen Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte», kommentiert Klopp gegenüber «Sky».

Im Sommer brauchte Favre Zeit

Tut sich Favre das an? Erst im Juli hat der einstige FCZ-Meistertrainer, der zuletzt beim BVB aktiv war, ein Premier-League-Angebot abgelehnt. Mit Crystal Palace soll es zwar erst eine mündliche Einigung gehabt haben, Favre hat dann aber in letzter Sekunde abgesagt. Er brauche noch Zeit, sagte sein Berater Christophe Paillot damals. Auch Bordeaux hat im Sommer angeklopft. Ebenfalls erfolglos.

Ob Favre nun bereit ist für eine grosse, neue Herausforderung, bleibt abzuwarten. Klarheit wird es in den kommenden Tagen geben.

Newcastle hat sich kurz nach der Scheich-Übernahme von Steve Bruce getrennt und ist seither auf Trainer-Suche. (mam)

Premier League: Newcastle United nach Saudi-Kauf heiss auf Lucien Favre

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
17
53
47
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
17
17
36
3
RB Leipzig
RB Leipzig
16
13
32
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
17
7
32
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
16
13
30
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
16
10
29
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
17
-1
26
8
SC Freiburg
SC Freiburg
17
-2
23
9
Union Berlin
Union Berlin
16
-3
22
10
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
17
-6
19
11
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
17
-11
18
12
1. FC Köln
1. FC Köln
17
-4
17
13
Werder Bremen
Werder Bremen
16
-13
17
14
Hamburger SV
Hamburger SV
16
-10
16
15
FC Augsburg
FC Augsburg
16
-15
14
16
FSV Mainz
FSV Mainz
17
-12
12
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
16
-14
12
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
17
-22
12
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