«Er hat nie hier hingepasst»
Gladbach-Legende schiesst gegen Ex-Coach Seoane

Gladbach-Legende Wolfgang Kleff (78) übt scharfe Kritik am Verein. Der Weltmeister von 1974 bemängelt die Transferpolitik, die Spielerleistungen und Ex-Trainer Gerardo Seoane.
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Gladbach-Legende Wolfgang Kleff kritisiert seinen Verein.
Foto: imago/Team 2

Darum gehts

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  • Gladbach steckt in einer Krise
  • Goalie-Legende Wolfgang Kleff kritisiert Transfers, Spieler und Gerardo Seoane
  • Mit Eugen Polanski ist Kleff zufrieden
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Gian Andrea AchermannRedaktor Sport-Desk

Gladbach-Legende Wolfgang Kleff (78, 430 Spiele für den Klub) analysiert bei «Bild» die Situation seines Herzensvereins. Dabei nimmt der Weltmeister von 1974 kein Blatt vor den Mund. «Meine Borussia muss ganz schwer aufpassen, dass sie diese Saison nicht absteigt!»

Kleff kritisiert die Einkaufspolitik der vergangenen Jahre, die Leistung der Spieler, aber auch den ehemaligen Trainer Gerardo Seoane (46). «Seoane hat nie hier an den Niederrhein gepasst, er konnte die Menschen nicht begeistern, hatte keine Emotionen und hat sie unterdrückt.» 

Eugen Polanski (39), der zuvor Gladbachs zweite Mannschaft trainierte, gefällt Kleff besser. «Die sollen um Gottes willen Eugen den Job jetzt auch machen lassen! Der Kerl ist ehrlich, klar, leidenschaftlich und bringt was rüber. Also genau das Gegenteil von der Schlaftablette, die da vor ihm da war.» Also genau das Gegenteil von Seoane.

«20 Millionen Euro sinnlos verbrannt»

Auch mit den Transfers ist der ehemalige Goalie nicht zufrieden. Kleff: «Wenn ich die Einkaufspolitik der vergangenen Jahre sehe, dann sind das in der grossen Mehrheit Leute für viel Geld, aber leistungsmässig für die zweite und dritte Liga. Cvancara? Omlin, obwohl man genügend Klassekeeper im eigenen Stall hatte? 20 Millionen Euro einfach sinnlos verbrannt – was soll so etwas?»

Dann nimmt jener Mann, der sechsmal für Deutschlands Nationalmannschaft aufgelaufen ist, das aktuelle Team um Nati-Verteidiger Nico Elvedi ins Visier: «Sorry, wir haben da aber auch Leute drin, die taugen wirklich nur für Platz 18. Du musst im Fussball gar nicht der Schnellste sein und 10,1 auf 100 Metern laufen. Aber du musst handlungsschnell sein! Bei uns glauben irgendwie alle, die können herumstehen und sich auf den Kleindienst verlassen – aber das reicht so einfach nicht.»

Seoane musste die Fohlen nach drei Ligapartien (zwei Niederlagen, ein Remis) in der laufenden Saison verlassen. Am kommenden Sonntag spielt Gladbach zu Hause gegen Freiburg. 

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