«Er hat massiv ins Endergebnis eingegriffen»
HSV-Coach lässt Frust über Schiri raus – dieser wehrt sich

HSV-Coach Merlin Polzin zeigt sich nach dem 1:4 in Köln frustriert über Schiedsrichterentscheidungen. Er kritisiert Referee Daniel Schlager heftig, dieser hält mit seinen Erklärungen dagegen.
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Merlin Polzin (l.) und Schiedsrichter Daniel Schlager haben am Sonntag das Heu nicht auf der gleichen Bühne.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • HSV-Trainer kritisiert Schiedsrichter nach 1:4-Niederlage gegen Köln
  • Zwei HSV-Tore aberkannt, zwei Spieler mit Gelb-Rot vom Platz gestellt
  • Schiri Schlager erklärt seine Sicht und wehrt sich gegen Kritik
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Der Frust beim Hamburger SV ist gewaltig. Auch wegen «externer Faktoren» sei das Aufsteigerduell beim 1. FC Köln, in dem der Schweizer Nati-Spieler Miro Muheim als Captain auflief, verloren gegangen, beklagt HSV-Trainer Merlin Polzin nach dem bitteren 1:4 am Sonntag. Der 34-Jährige hat dabei Schiedsrichter Daniel Schlager im Sinn, «wen sonst?», fragt Polzin.

Der Unparteiische hat zwei Hamburger Treffer aberkannt und zudem Immanuel Pherai und Fabio Viera Gelb-Rot gezeigt. Letzterer bekam die zweite Gelbe Karte, weil er Schlager auf das angebliche Zeitspiel des Kölner Keepers aufmerksam machen wollte. «Wir haben nochmal einen offenen Austausch mit dem Kollegen Schlager gehabt», sagt Polzin an der Pressekonferenz: «Aber ich bin mit den getroffenen Entscheidungen nicht einverstanden.»

HSV-Coach vermisst «Verhältnismässigkeit»

Aus seiner Sicht sei es «nicht zielführend für das Produkt Fussball-Bundesliga». Denn Schlager habe mit seinen Entscheidungen «zu viel Einfluss» auf die Partie genommen: «Er hat massiv ins Endergebnis eingegriffen.»

Es waren insgesamt drei Dinge, die Polzin stören. Zum einen bemängelt er den langen Einsatz des Videobeweises beim aberkannten Treffer von Viera, erst nach mehr als sechs Minuten hat Schlager auf ein Foulspiel im Vorfeld des Treffers entschieden. Zudem vermisst Polzin «Verhältnismässigkeit» und «Fingerspitzengefühl» bei den Platzverweisen. «Ich muss aufpassen, was ich sage», polterte zuvor auch schon HSV-Stürmer Yussuf Poulsen.

Schiri Schlager erklärt sich

Schiedsrichter Schlager gesteht bei DAZN, es sei ein «schwieriges Spiel» mit «vielen kniffligen Szenen» gewesen. Den ersten Platzverweis verhängte er gegen Pherai. Der Offensivspieler war in der 77. Minute auf den Platz gekommen, foulte in der 78. Minute taktisch und in der 79. zu gefährlich, wenn auch unbeabsichtigt, weil er weggerutscht war. «Das ist für mich rücksichtslos», erklärt Schlager seine Sicht auf die Szene.

Den zweiten Platzverweis gegen Viera begründet Schlager wie folgt: «Er kam schon in der ersten Halbzeit immer wieder zu mir und hat protestiert. Ich habe ihn darauf hingewiesen, das zu unterlassen, aber es ging weiter, irgendwann ist mal die Grenze erreicht.»

Viera und Pherai werden den Hamburgern im kommenden Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr) fehlen – was auch Polzin bemängelt: «So schwächt man uns auch für die nächste Aufgabe.» 

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
21
23
48
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
21
10
39
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
20
12
36
6
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
7
SC Freiburg
SC Freiburg
21
-1
30
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
21
-5
28
9
Union Berlin
Union Berlin
21
-8
25
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
Hamburger SV
Hamburger SV
20
-8
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
21
-9
22
13
FC Augsburg
FC Augsburg
21
-15
22
14
FSV Mainz
FSV Mainz
21
-8
21
15
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
21
-15
19
16
Werder Bremen
Werder Bremen
21
-17
19
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
21
-15
17
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
21
-28
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