«Ein Geschenk der ARD»
Boateng-Doku stösst auf heftige Kritik

Die ARD-Doku «Being Jérôme Boateng» erntet heftige Kritik. Die dreiteilige Serie wird von einer deutschen Zeitung als «Geschenk der ARD an Boateng» bezeichnet und für ihre einseitige Darstellung kritisiert.
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Die neue ARD-Doku zu Jérôme Boateng sorgt für mächtig Kritik.
Foto: imago/Sven Simon

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ARD-Doku über Jérôme Boateng sorgt für heftige Kritik
  • Kritik: Fokus auf Fussballkarriere, wenig zu Kontroversen der letzten Jahre
  • 2024 wurde Boateng wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt
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Cédric HeebRedaktor Sport

Die ARD-Doku «Being Jérôme Boateng» lief am letzten Freitag erstmals im Free-TV – und sorgt für heftige Kritik. «Ein Geschenk der ARD an Boateng», nennt sie die «Süddeutsche Zeitung».

Warum? Es wird stark kritisiert, dass die Doku vor allem die Fussballkarriere des Weltmeisters von 2014 ins Zentrum rücke und die Themen, die in den letzten Jahren rund um ihn für Schlagzeilen sorgten, «nur kurz angerissen» würden, wie die Zeitung schreibt.

Boatengs Ex-Freundin Kasia Lenhardt hat sich 2021 das Leben genommen, nachdem Boateng in einem «Bild»-Interview die Trennung bekanntgegeben und diverse Vorwürfe gegen das polnische Model geäussert hatte, die von verschiedenen Zeitungen aufgenommen worden waren und in einem Shitstorm gegen Lenhardt resultiert hatten. In der Folge wurden bereits eingestellte Ermittlungen wegen vorsätzlicher Körperverletzung wieder aufgenommen, 2024 wurde Boateng verurteilt. Dieses Interview bezeichnet der 37-Jährige in der Doku als «Fehler» und beteuert, Lenhardt geliebt zu haben und immer noch um sie zu trauern.

Doku sorgt auf Social Media für Wirbel

Schon während den Dreharbeiten für die Doku hagelte es Absagen von vielen prominenten Personen. «Alle haben Angst vor einem gigantischen Shitstorm, wenn sie sich zum Fall Boateng äussern», zitiert die «Süddeutsche» die Regisseurin Annette Baumeister. «Alle haben Angst, dass ihre eigene Marke Schaden nimmt durch eine Nähe zu Boateng, dass ihnen das Ganze auf die Füsse fällt.»

Boateng selbst wäre in der Dokumentation ursprünglich nicht zu Wort gekommen. Kurz vor Abschluss der Dreharbeiten habe der frühere Innenverteidiger doch noch für ein Gespräch zugesagt. Die deutsche Podcasterin Gizem Celik, die sich in der Doku ebenfalls äussert, sagt nun in einem Tiktok-Video: «Hätte ich gewusst, das Boateng selbst Teil von der Doku ist, hätte ich wahrscheinlich Nein gesagt.» Vorwürfe macht sie niemandem, da es damals niemand gewusst habe, dass er doch noch zu Wort kommt.

Celik ist nicht die Einzige, die auf den Sozialen Netzwerken kritisch über die Doku spricht. Der Tenor ist da immer ungefähr gleich: Es wird Boateng als Fussballer beleuchtet, was in den letzten Jahren passiert ist, allerdings nur kurz und wenig ausführlich angeschnitten.

Fehlendes Gegennarrativ als Kritikpunkt

Baumeister betont, dass die Boateng-Doku «kein Investigativformat» sei: «Sie will eine Biografie aus unterschiedlichen Perspektiven schildern. Nur, wenn die Gegenseiten nicht bereit sind zu sprechen, dann ist es schwierig.» Sie hätte «sehr gerne» mit der Gegenseite gesprochen.

Die Gewaltvorwürfe und der Prozess werden gegen Ende der Dokumentation thematisiert, und «von Menschen kommentiert, die in der Causa nur Beobachter waren», schreibt die «Süddeutsche». Sie wirft die Frage auf, warum die Doku trotz der fehlenden Gegenseite ausgestrahlt wurde. Denn: «Den Fussballprofi Boateng hat man danach verstanden, beim Menschen Boateng bleiben auffällige Leerstellen.»

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Mannschaft
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Bayern München
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23
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60
2
Borussia Dortmund
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23
27
52
3
TSG Hoffenheim
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23
19
46
4
VfB Stuttgart
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23
12
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5
RB Leipzig
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23
12
41
6
Bayer Leverkusen
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22
15
39
7
SC Freiburg
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23
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33
8
Eintracht Frankfurt
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23
-3
31
9
Union Berlin
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23
-8
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10
FC Augsburg
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23
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28
11
Hamburger SV
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22
-7
26
12
1. FC Köln
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23
-6
24
13
FSV Mainz
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Borussia Mönchengladbach
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22
15
VfL Wolfsburg
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23
-16
20
16
FC St. Pauli
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23
-18
20
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Werder Bremen
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-21
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