Dortmund will Revanche für das Meister-Drama
Babbel: «Dann brennt bei Bayern der Baum lichterloh»

Jetzt ist sie da: Die Chance für Dortmund zur Wiedergutmachung. Die schwarzgelben Tränen vom Mai sind getrocknet, aber nicht vergessen.
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Dieser Meistertitel, der 33. der Klubgeschichte, schmeckte wohl besonders süss: Bayern schnappte Dortmund in letzter Sekunde die Schale weg.
Foto: imago/Sven Simon

161 Tage sind seit dem Meisterdrama der letzten Saison vergangen. Und die Bilder von damals kommen angesichts des Gipfeltreffens Dortmund gegen Bayern (Samstag, 18.30 Uhr im Blick-Ticker) wieder hoch: Die völlig niedergeschlagenen BVB-Spieler, die am Boden sitzen und ins Leere starren. Die weinenden Dortmund-Fans, die ihre tragischen Helden trotz Versagens feiern. Und der emotional völlig zerzauste Trainer Edin Terzic, der an der Pressekonferenz nach dem 2:2 gegen Mainz die richtigen Worte findet, um die Enttäuschung zu umschreiben: «Es fühlt sich unfair an. Dieser Spieltag wird uns sehr lange wehtun. Aber egal, wie gross der Schmerz heute ist, er wird die Motivation für morgen sein.»

Morgen ist jetzt. Dortmund empfängt Bayern München, das sich am letzten Spieltag dank Musialas Tor in der 89. Minute in Köln den elften Titel in Folge sichern konnte. Vizemeister gegen Meister also. Und alles, was sich bei den Spielern seit diesem wahnwitzigen Bundesliga-Finale im Mai angestaut hat, kann jetzt raus. Dortmund will die offene Rechnung begleichen. Bayern den Pokalfrust abbauen. Mehr Spannung geht nicht.

Bayern ist angeschlagen

Das Peinlich-Aus des Meisters am Mittwoch gegen Drittligist Saarbrücken bringt noch zusätzlich Brisanz in dieses Gipfeltreffen. Und man fragt sich: Ist das gut für Dortmund oder schlecht? Blick-Experte Markus Babbel, der zwischen 1991 und 2000 insgesamt 189 Spiele für Bayern gemacht hatte, sieht seinen Ex-Klub kritisch: «Seit Wochen gibt es immer wieder Schlagzeilen abseits des Platzes. Das alles hat nichts mehr mit Bayern zu tun, eher mit Kreisliga.» Das Spiel gegen Dortmund sei eminent wichtig: «Sie müssen nach der Pokal-Blamage jetzt im Spitzenkampf ein Zeichen setzen, verlieren sie, brennt der Baum lichterloh.»

Doch sind die Münchner, die ohne den gesperrten Kimmich spielen müssen, auch in der Lage ein klares Zeichen zu setzen? «Der Kader ist nicht gut zusammengestellt», sagt Babbel. «In der Transferzeit hat man offensichtliche Fehler begangen. Die Abgänge wurden nicht alle kompensiert. In der Defensive ist man schlecht aufgestellt: Da stehen drei Innenverteidiger im Kader – wobei zwei davon regelmässig verletzt sind.»

Transfer-Offensive angekündigt

Von Krise zu sprechen, wäre allerdings völlig fehl am Platz. Vor einer Woche wurde in der Meisterschaft Darmstadt noch spektakulär mit 8:0 vom Platz gefegt. Und in der Tabelle steht Bayern auf Rang 2, zwei Punkte vor Dortmund. Irgendwie kann man sich trotz der bisher starken Auftritte von Leverkusen, Stuttgart, Dortmund und Leipzig nicht vorstellen, dass Bayern nach dieser Saison ohne nationalen Titel dastehen wird. Schon gar nicht, wenn Ehrenpräsident Uli Hoeness seine Aussage, Trainer Tuchel bekäme im Winter alles, was notwendig sei, um das Team zu verstärken, tatsächlich so gemeint hat und auch umsetzt.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
34
86
89
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
34
36
73
3
RB Leipzig
RB Leipzig
34
19
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
34
22
62
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
34
13
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
34
21
59
7
SC Freiburg
SC Freiburg
34
-6
47
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
34
-4
44
9
FC Augsburg
FC Augsburg
34
-16
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
34
-9
40
11
Union Berlin
Union Berlin
34
-14
39
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
34
-11
38
13
Hamburger SV
Hamburger SV
34
-14
38
14
1. FC Köln
1. FC Köln
34
-14
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
34
-23
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
34
-24
29
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
34
-31
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
34
-31
26
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