Der «unverfrorenste BVB-Profi»
Deutsche prügeln Akanji für unangemessene Lohnforderungen

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem BVB und Manuel Akanji (26) stocken. Angeblich fordere der Innenverteidiger zu viel. Dafür wird der Nati-Star an den Pranger gestellt.
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BVB-Profi Manuel Akanji sorgt beim BVB für Probleme.
Foto: Borussia Dortmund via Getty Images

Noch bis Sommer 2023 steht Manuel Akanji (26) bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Schon seit Monaten arbeiten die BVB-Bosse an einer Verlängerung. Doch je länger die Vertragsposse dauert, desto mehr müssen sie sich mit einem allfälligen Verkauf beschäftigen. Denn der Schweizer Nati-Star verlangt viel Geld. Wohl einfach, weil er in einer guten Verhandlungsposition ist.

Bei den Deutschen kommen diese Forderungen schlecht an. «Sport Bild» stellt den Innenverteidiger als «unverfrorensten BVB-Profi» dar. Das Angebot von acht Millionen Euro plus Boni habe der Ex-Basler abgelehnt, stattdessen wolle er zehn Millionen. Damit möchte er das Doppelte seines bisherigen Gehalts.

Gehaltsforderung nicht mit Leistung gerechtfertigt

Angesichts dessen, dass der 26-Jährige in den ersten drei Jahren beim BVB als Wackel-Kandidat und als Innenverteidiger mit diversen Patzern galt, sei die Forderung unangemessen. Das findet auch Ex-BVB-Profi Jürgen Kohler (56): «Er ist Pokalsieger geworden, ansonsten hat er nicht nachweisen können, warum man ihn geholt hat.»

Mit einem Angebot von acht Millionen Euro sei Akanji gut bedient, findet Kohler. «Mehr hat er mit seiner Leistung bisher nicht gerechtfertigt.» Der Weltmeister von 1990 scheint bei seiner Einschätzung nur die Leistungen beim Tabellenzweiten der Bundesliga zu beachten. Seinen Stammplatz beim BVB hat er sich aber auch mit starken Leistungen an der EM 2021 erarbeitet.

Manchester United bietet Wahnsinns-Summe

Für die Klub-Verantwortlichen gibt es wohl nur zwei Optionen: Entweder können sich die beiden Seiten auf einen Vertrag einigen oder Akanji wird den BVB im Sommer verlassen. Der Marktwert des Schweizers, der aktuell mit einem Muskelfaserriss ausfällt, liegt momentan bei 30 Millionen Euro, die Schmerzgrenze der Dortmunder liegt laut «Sport Bild» bei 25 Millionen.

Und diese Summe sei nun tatsächlich Manchester United bereit, zu zahlen: Wie «Bild» am Donnerstag berichtet, soll der Premier-Ligist dem Innenverteidiger einen Vierjahresvertrag und 15 Millionen Euro jährlich bieten! Löst sich das Problem nun von allein?

Klar ist, mit Niklas Süle (26) steht bereits ein neuer Innenverteidiger bei Dortmund in den Startlöchern, zwölf Millionen wird der Noch-Bayern-Verteidiger jährlich kassieren. Zudem befindet sich der BVB im Rennen um Nico Schlotterbeck (22) vom SC Freiburg. Doch dieser würde man wohl nur verpflichten, wenn Akanji tatsächlich gehen sollte. Kohler teilt diese Meinung: «Ich denke, dass die Frage kommen wird: entweder Akanji oder Schlotterbeck. Beide zusammen halte ich für unwahrscheinlich.» (che)

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
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