Bayern feiert ohne Frauen, Union mit Fans – Brunner tanzt
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Bundesliga macht wieder Party!
Bayern feiert ohne Frauen, Union mit Fans – Brunner tanzt

Klar, es sind Geisterspiele. Aber, wie haben wir einen solch emotionalen Fussball-Abend wie gestern in Deutschland vermisst! Im Mittelpunkt: Geister-Meister Bayern, die Helden der Union und Arminia Bielefeld.
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Bayern München feiert am Dienstagabend den achten Meistertitel in Serie.
Foto: FC Bayern via Getty Images

Weserstadion, Dienstagabend 22.24 Uhr.

Bartels flankt, Osako verlängert mit dem Kopf für Pizarro – der Peruaner müsste nur noch einschieben und es wäre 1:1. Ein 41-Jähriger mit grosser Bayern-Vergangenheit würde die vorzeitige Bayern-Meisterschaft verhindern. Doch Welttorhüter Neuer schnellt dazwischen, hält die Geistermeisterschaft fest. 1:0-Sieg in Bremen.

Und wie feiert sich einen solchen Geister-Titel? Bierduschen gibts keine, dafür Meisterleibchen und eine Welle vor leeren Zuschauertribünen. In der Garderobe wird dann doch noch ein wenig Hopfen getrunken und rumgehüpft. Corona-Regeln? Über die schreibt in Fussball-Deutschland schon lange keiner mehr.

Boss Rummenigge zu den Festivitäten in der Bild: «Eine kleine Feier wirds am Samstag nach dem Spiel gegen Freiburg geben. Leider können die Frauen aber nicht dabei sein.» So viel Corona-Gehorsam muss dann doch sein.

Union schafft das Wunder

An der alten Försterei in Berlin, irgendwann in der Nacht.

Die Korken knallen. Und mittendrin ist ein Schweizer: Union-Trainer Urs Fischer. Bereits vor einem Jahr hatte er sich an der Alten Försterei ein Denkmal erbaut, mit dem ersten Aufstieg in die deutsche Beletage der Vereinsgeschichte.

Nun festigt der FCB-Meistertrainer (2016 und 2017) seinen Legendenstatus: Die Union bleibt dank eines 1:0-Heimerfolgs über Paderborn definitiv erstklassig. Vor dem Saisonstart waren sich die Experten einig: Fischers Union gehört nicht in die Bundesliga. Nun werden sie von den Underdogs eines Besseren belehrt.

«Wenn du es geschafft hast, wenn du über die Ziellinie gegangen bist, ist es einfach ein tolles Gefühl», sagt Fischer nach dem Spiel in gelassener Manier. Weniger ruhig gehts bei den Spielern zu und her. Zusammen mit rund 50 Fans feiern sie auf den Strassen vor dem Stadion. Unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln.

Bielefeld-Brunner geht viral

Auch eine Liga tiefer klöpfts – und wie. Wer hätte letzten Juli auf Aufsteiger Arminia Bielefeld getippt? Niemand. Die Truppe um lauter Nobodys darf nächste Saison nun aber in der 1. Bundesliga ran. Dies, weil es (ja wer wohl?) der HSV mal wieder verbockt, gegen Osnabrück (1:1) den budgetierten Dreier nicht einfährt und weiter um den Aufstieg zittern muss.

Mittendrin bei Bielefeld ist mit Cédric Brunner auch ein Schweizer. Ex-Trainer Jeff Saibene lockte den damaligen FCZler nach Deutschland – jetzt ist er hinten rechts Stammspieler und darf schon bald im renommierten Oberhaus ran. Eine verrückte Geschichte, die gefeiert werden muss.

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Kurz nach dem der Aufstieg Tatsache ist, geht ein Video aus Brunners Wohnzimmer viral. Der 27-Jährige springt durch seinen Garten, schreit wie ein Verrückter, dahinter Gelächter.

Fussball-Emotionen mal anders. Aber wie haben wir sie vermisst! (rab/sag)

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
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